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Südtirols Geburtenzahlen brechen ein

BEVÖLKERUNG – Nach jahrzehntelanger Kontinuität geht es mit Südtirols Geburtenzahlen seit wenigen Jahren rapide abwärts. Im Vorjahr gab es 650 Neugeborene weniger als 2021. Das bringt allerlei Probleme mit sich. Was die Politik dagegen tun will – und warum auch vorbildliche Länder keinen Erfolg haben.

Heinrich Schwarz von Heinrich Schwarz
11. April 2025
in Südtirol
Lesezeit: 4 mins read

Über der Bevölkerungs­entwicklung ziehen wegen sinkender Fertilitätsraten Wolken auf. (Foto: Shutterstock / irkus)

Bozen – In Südtirol steht eine riesige Pensionierungswelle bevor, wenn die geburtenstarken Jahrgänge nun in Rente gehen. Hinzu kommt das Problem, dass viele junge Menschen abwandern oder nach ihrem Auslandsstudium nicht mehr zurückkehren. Und nun brechen auch noch die Geburtenzahlen ein. Es ist somit alles angerichtet für eine kontinuierliche Zuspitzung des bereits bestehenden Arbeitskräftemangels und anderer Herausforderungen.

Minus 12,5 Prozent in drei Jahren

Jahrzehntelang war man in Südtirol eine ziemlich konstante, nur leicht schwankende Geburtenzahl von jährlich 5.200 bis 5.600 gewohnt. Nach 5.447 Neugeborenen im Jahr 2016 hatte das leichte Auf und Ab ein Ende: Bis 2021 sank die Zahl der Geburten kontinuierlich auf damals immerhin noch 5.173.

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Seither allerdings kann man von einer regelrechten Talfahrt sprechen. Im Jahr 2022 wurde die 5.000er-Marke mit 4.912 Geburten deutlich unterschritten. Ein Jahr später ging es noch einmal rapide nach unten auf 4.690. Und im vergangenen Jahr wurden nur mehr 4.526 Geburten registriert.

Das bedeutet: Innerhalb von acht Jahren brachen die jährlichen Geburten um 17 Prozent ein. Allein in den vergangenen drei Jahren waren es minus 12,5 Prozent.

Die Fertilitätsrate in Südtirol, also die Anzahl der Geburten pro Frau, ist mit 1,51 zwar weiterhin die mit Abstand höchste Italiens, entfernt sich aber deutlich vom Richtwert für eine konstante Bevölkerungszahl (siehe Info).

Was auf uns zukommt

Die sinkenden Geburtenzahlen bringen eine Reihe von Problemen mit sich. So werden immer weniger junge Menschen in den lokalen Arbeitsmarkt nachrücken. Der Fachkräftemangel wird dadurch laufend größer. Damit stellt sich gleichzeitig die Frage, wer das Renten- und Sozialsystem finanzieren soll, wenn es immer mehr Rentner:innen bei weniger werdenden jungen Menschen gibt.

Die nächste Problematik ist die Pflege der älteren Menschen. Der technologische Fortschritt kann die Pflege nicht ersetzen. Es braucht genügend ausgebildetes Personal sowie pflegende Angehörige – künftig weit mehr als heute. Das wiederum entzieht anderen Sektoren Humankapital.

Alles in allem ist Südtirol – wie alle westlichen Länder – auf Einwanderung angewiesen, um die genannten Probleme lindern zu können. Einwanderung bringt aber wiederum Herausforderungen mit sich, die schon bisher schwer bewältigt werden können, etwa die Integration.

Die Pläne der Landesrätin

Die optimale Lösung wäre es, die Fertilitätsrate wieder zu steigern. Wenn das nur so einfach wäre. Was kann die Politik dafür tun? Und was tut sie effektiv dafür?

Für Familienlandesrätin Rosmarie Pamer liegt der Schlüssel in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ganz spezifisch in der Kleinkindbetreuung. „Wir werden weiterhin massiv in den Ausbau der Strukturen investieren und wollen zudem ein stabiles Sommerangebot für Kinder schaffen. So sind wir in Diskussion für eine Verlängerung des Kindergartens in den Sommer hinein“, sagt Pamer.

Als Vorbilder bezeichnet sie die nordischen Länder, wo jedes Kind einen Betreuungsplatz erhalte – „ganztägig und flexibel an die Bedürfnisse der Eltern angepasst“. In Italien verortet Pamer hingegen einen Rückschritt: „Vor allem die rechten Parteien setzen eher auf Geldleistungen wie den Geburtenbonus, diese bringen langfristig aber keinen Erfolg. Der Staat müsste vielmehr in Strukturen investieren, um den Eltern wirkliche Wahlfreiheit zu geben.“

Südtirol sei mit den Betreuungsstrukturen auf einem guten Weg, meint die Landesrätin: „Ich beobachte seit zehn Jahren einen großen Wandel. Alle Gemeinden haben verstanden, dass sie in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf investieren müssen.“

Rosmarie Pamer nimmt aber auch die Wirtschaft in die Pflicht: „Die Unternehmen müssen Familienfreundlichkeit bieten, etwa durch flexible Arbeitszeiten. Familienfreundliche Betriebe haben letztendlich mehr Chancen am Arbeitsmarkt, sodass sich nun einiges tut.“

Vorbildländern geht’s nicht besser

Die auf niedrige Werte gesunkenen Geburtenzahlen und Fertilitätsraten ziehen sich durch die ganze westliche Welt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dazu gehören unter anderem die wegen Ausbildungsgründen spätere Familienplanung, die höhere Beschäftigung (von Frauen), viele Alleinstehende und der Anspruch, im Leben nichts zu kurz kommen zu lassen.

Es erscheint schwierig bis unmöglich, dass Politik und Wirtschaft dahingehend allzu viel bewegen können. Ein Blick auf die vorbildlichen skandinavischen Länder zeigt, dass garantierte Betreuungsplätze, lange teil­entlohnte Elternzeiten und Flexibilität tatsächlich nicht allzu viel bewirkt haben. Zwar gab es dort lange Zeit effektiv überdurchschnittlich hohe Fertilitätsraten, doch in den vergangenen Jahren sind sie rapide gesunken.

Weitere Studien bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten und einem Rückgang der Fertilitätsrate gibt.

Da wäre etwa Norwegen, wo die Fertilitätsrate laut Eurostat-Daten von 2016 bis 2023 von 1,71 auf 1,40 sank. In Schweden ging es im selben Zeitraum von 1,85 auf 1,45, in Dänemark von 1,79 auf 1,50 und in Finnland sogar von 1,57 auf 1,26.

Etwas besser steht Frankreich da, wo es ebenfalls eine starke Familienpolitik gibt. Wiederum im selben Zeitraum sank die Fertilitätsrate von 1,92 auf 1,66.

Der tiefer liegende Grund

Studien beleuchten unterschiedliche Aspekte zur sinkenden Geburtenrate. So kommt etwa die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem Bericht von 2024 zum Schluss, dass Geldleistungen kaum bis gar keine positiven Auswirkungen haben. Vielmehr müsse man gute Arbeitsbedingungen schaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken. Aber auch die hohen Wohnungskosten seien ein Thema.

Das deutsche Max-Planck-Institut für demografische Forschung hat erst kürzlich festgestellt, dass eine stabile wirtschaftliche und soziale Lage sowie positive Zukunftsaussichten Paare ermutigen, ihre Kinderwünsche zu realisieren.

Daran scheitert es offenbar, denn weitere Studien bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten und einem Rückgang der Fertilitätsrate gibt. Zu diesem Schluss kommen etwa das ifo-Institut und das deutsche Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Und der italienische Demografieforscher Daniele Vignoli wird von der Presseagentur Apa so zitiert: „Die Angst vor der Zukunft veranlasst immer mehr Menschen in Europa, das Kinderkriegen hinauszuzögern oder sich gegen ein Kind zu entscheiden.“ Die Erschütterung durch die Covidpandemie und die anschließende Krise der Lebenshaltungskosten hätten die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit noch verstärkt.

Die neuen weltweiten Verwerfungen, die die US-Politik derzeit verursacht, werden die Lage vermutlich nicht verbessern.

Dieser Artikel ist in der gedruckten SWZ mit folgendem Titel erschienen: Kein Nachwuchs

Schlagwörter: 14-25free

Info

Fertilitätsrate stark rückläufig

Südtirol hat die mit Abstand höchste Fertilitätsrate unter den italienischen Provinzen. Sie gibt – grob gesagt – die durchschnittliche Anzahl an Kindern an, die eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommt. Im Jahr 2024 lag sie in Südtirol bei 1,51, im nationalen Schnitt bei 1,18. Hinter Südtirol folgt die süditalienische Provinz Crotone mit 1,36, während das Trentino eine Rate von nur 1,26 hatte.

Die Südtiroler Fertilitätsrate ist allerdings stark eingebrochen. Im Jahr 2021 betrug sie noch 1,72. Zur Einordnung: Damit die Bevölkerung eines Landes langfristig konstant bleibt (Migration nicht mit eingerechnet), ist eine Rate von 2,1 nötig.

Ausgabe 14-25, Seite 2

Heinrich Schwarz

Heinrich Schwarz

Der Passeirer arbeitete ab 2013 bei der „Südtiroler Tageszeitung“ in den Bereichen Wirtschaft und Politik und ist seit 2022 Teil der SWZ-Redaktion. Er liebt die Recherche und Aufbereitung wichtiger und spannender Themen.

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