Bozen – Laut provisorischen Daten des nationalen Statistikinstitutes Istat verzeichnete Südtirol im Vorjahr 4.650 Geburten – 2.391 Buben und 2.259 Mädchen. Im Jahr 2024 waren es 4.537 Geburten, also 113 weniger.
Damit endet eine Negativserie, die neun Jahre anhielt: Seit 2016, als es rund 5.400 Geburten gab, ging die Zahl kontinuierlich zurück. Besonders dramatisch abwärts ging es ab 2022. Die SWZ befasste sich im Vorjahr in einer Recherche ausführlich mit den Gründen und den zusammenhängenden Problemen.
Ob im Vorjahr die Trendwende eingeleitet wurde oder ob es sich nur um ein Ausnahmejahr handelt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist das jahrzehntelang gewohnte Niveau von 5.200 bis 5.600 Neugeborenen pro Jahr weit entfernt.
Fertilitätsrate ebenfalls gestiegen
Die Fertilitätsrate in Südtirol, also die durchschnittliche Anzahl der Geburten pro Frau, stieg 2025 von 1,51 auf 1,55. Zum Vergleich: 2021 lag die Fertilitätsrate noch bei 1,72. Damit die Bevölkerung eines Landes langfristig konstant bleibt (Migration nicht mit eingerechnet), wäre eine Rate von 2,1 nötig.
Mit 1,55 hat Südtirol weiterhin die mit Abstand höchste Fertilitätsrate Italiens. Dahinter folgen die Provinzen Görz mit 1,36 und Reggio di Calabria mit 1,28. Das Trentino hat nur einen Wert von 1,25.
Der nationale Schnitt ist von 1,18 auf ein neues Rekordtief von 1,14 gesunken. Die Geburten gingen von 369.944 auf 355.436 zurück.

















