Bozen – Auf den ersten Blick stimmen die Daten, die das Landesstatistikinstitut Astat heute veröffentlicht hat, positiv: Im zweiten Quartal 2025 erreichen die Ausfuhren den Rekordwert von 1.980 Millionen Euro (plus 3,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024).
Das Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024 entspricht rund 72 Millionen Euro. Allerdings entfallen knapp 46 dieser 72 Millionen auf die USA (plus 39,8 Prozent / 160,6 Millionen). „Diese Zunahme ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen den amerikanischen Strafzöllen zuvorkommen wollten“, schreibt das Astat in der Mitteilung.
Und noch etwas ist interessant: Die Exportdestination Rumänien ist das Land mit dem bei weitem höchsten Plus: 80,8 Millionen Euro. Das Astat nennt als Grund „eine einzelne große Ausfuhrlieferung im Bereich Fahrzeuge“. Es handelt sich vermutlich um eine Lieferung von Militärfahrzeugen von Iveco Defense Vehicles (IDV) nach Rumänien im Rahmen eines mehrjährigen Großauftrages.
Dazu kommmt: Exporte in Richtung Deutschland, Südtirols wichtigstem Handelspartner, sind um 6,1 Prozent rückläufig. Bereinigt durch die Sondereffekte aufgrund der US-Strafzölle und der Militärlieferung nach Rumänien ist Südtirols Export also mehr oder weniger stagnierend, obwohl es auf den ersten Blick nach Wachstum aussieht. Eine gewisse konjunkturelle Abkühlung macht sich bemerkbar.



















