Zürich – Hohe Ehre und ein weiterer Karrieresprung für Günther Dissertori: Der Schweizer Bundesrat hat ihn zum neuen Präsidenten der ETH Zürich bestimmt. Zuvor hatte der Rat der renommierten Universität den entsprechenden Vorschlag gemacht.
Günther Dissertori stammt aus Algund und ist seit 2022 Rektor der ETH Zürich. Der Teilchenphysiker war am Europäischen Zentrum für Kernforschung „Cern“ an der Entdeckung des sogenannten Higgs-Teilchens beteiligt. Das Higgs-Teilchen ist Sekundenbruchteile nach dem Urknall entstanden – und ohne es gäbe es uns nicht. Dissertori war auch an der Entwicklung eines Gehirnscanners für die Behandlung und Früherkennung von Demenzerkrankungen beteiligt.
Der 56-Jährige studierte Physik an der Universität Innsbruck und promovierte dort im Jahr 1997 summa cum laude. An der ETH Zürich erhielt Dissertori 2001 eine Assistenzprofessur. 2007 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt, 2022 wurde er dann Rektor und damit stellvertretender Präsident.
Die Präsidentschaft tritt er nun am 1. Januar 2027 an. Die Amtszeit beträgt vier Jahre.
Vor zwei Jahren war Günther Dissertori Referent beim Südtiroler Wirtschaftsforum. Die SWZ veröffentlichte zuvor ein Interview mit ihm.
In einer Medienmitteilung des Schweizer Bundesrates heißt es über Dissertori unter anderem: „Als Rektor hat er die strategische Weiterentwicklung der akademischen Ausbildung an der ETH Zürich maßgeblich geprägt. Er hat unter anderem die größte Studienreform seit Einführung des Bologna-Systems initiiert. Zudem stärkte er projektbasierte Ausbildungsformate und die strategische Verankerung von künstlicher Intelligenz in der Lehre.“

















