Trient – Wie gelingt jungen Menschen der Sprung von der Schule ins Berufsleben? Welche Unterstützung brauchen sie, um in einer sich rasant wandelnden Welt ihren Weg zu finden? Mit diesen Fragen befasste sich das mehrjährige Euregio-Projekt „Jugendliche im Übergang – Herausforderungen und Chancen“, dessen finale Ergebnisse nun in Trient vorgestellt wurden.
Im Mittelpunkt steht eine Generation, die neugierig, anpassungsfähig und zunehmend selbstbewusst ihren Platz in Ausbildung und Beruf sucht. Die Studie zeigt: Forschung, Innovation und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind entscheidend, um junge Menschen erfolgreich auf ihrem Weg zu begleiten – von der Schulbank bis zum ersten Job.
Forschung, Innovation und Zusammenarbeit als Schlüssel
Ziel des Projekts war es, die Übergangsphasen junger Menschen besser zu verstehen und innovative Unterstützungsmodelle zu entwickeln. Besonders im Fokus standen Forschung, Innovation und die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg.
Bildungslandesrätin Francesca Gerosa unterstrich die strategische Bedeutung des Projekts:
„Die Euregio-Studie vergleicht und untersucht innovative Praxismodelle über die Landesgrenzen hinweg. In einer Welt schneller Veränderungen hilft sie uns, unsere Jugendlichen bei ihren Schul- und Berufsentscheidungen besser und maßgeschneidert zu beraten.“
Auch Elisa Bertò vom Euregio-Generalsekretariat zog eine positive Bilanz:
„Zufrieden schließen wir dieses 2021 ins Leben gerufene Projekt ab. Es beweist: Grenzübergreifende Initiativen, die aus echten Bedürfnissen entstehen, wirken weit über den Zweijahresrhythmus der Euregio-Präsidentschaften hinaus.“
Kompetenzen für die Zukunft
Laut Michela Vignoli (Universität Trient) sind Querschnittskompetenzen wie Selbstreflexion, Neugier und Planungskompetenz entscheidend für einen gelungenen Bildungs- und Berufsweg. Ebenso wichtig sei die Begleitung durch Erwachsene im Aus- und Fortbildungssystem.
Luciano Covi (Iprase) stellte das Fortbildungsprogramm „OrientFormat“ vor, während Paul Resinger (Pädagogische Hochschule Tirol) und Eva-Maria Franke (Kirchlich Pädagogische Hochschule Innsbruck) die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von schulischen und außerschulischen Angeboten betonten.
Praxisnahe Ergebnisse aus allen drei Regionen
In Anwesenheit der Generaldirektorin der Trentiner Arbeitsagentur Stefania Terlizzi und des Trentiner Schulamtsleiters Giuseppe Rizza berichteten Lehrkräfte aus allen drei Ländern über konkrete Ergebnisse:
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In Trentiner Schulen hat das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften spürbar verbessert.
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In Tirol wurde das digitale Tool „Elevate“ entwickelt, das Schülerinnen und Schüler zur Selbstreflexion anregt.
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Aus Südtirol gibt es den Befund, dass Jugendliche dort insgesamt die Übergänge gut bewältigen – insbesondere durch hohe Anpassungsbereitschaft und eine proaktive Persönlichkeit. Zudem wurde betont, dass die vernetzten Beratungsstrukturen zwischen Schulen, Universitäten und Unternehmen weiter gestärkt werden sollen, um eine kontinuierliche Begleitung junger Menschen zu gewährleisten.
Das Euregio-Projekt wurde von rund 9000 Jugendlichen aus Tirol, Südtirol und Trentino begleitet und stützt sich auf umfangreiche Befragungen, unter anderem mit Lehrkräften und Berufsberaterinnen und -beratern.
Diese Beispiele zeigen praxisnahe, regionale Ausprägungen und Erfolge des Euregio-Projekts „Jugendliche im Übergang“ – speziell auch für Südtirol – eingebettet in eine grenzüberschreitende Bildungskooperation der drei Länder Tirol, Südtirol und Trentino.
Zusammenarbeit auf allen Ebenen
Koordiniert wurde die Studie von der Trentiner Bildungs- und Kulturabteilung in Partnerschaft mit der Universität Trient, dem Forschungsinstitut Iprase, der Trentiner Arbeitsagentur, in Südtirol mit der Ausbildungs- und Berufsberatung sowie dem Statistikinstitut Astat, und in Tirol mit der Abteilung Gesellschaft und Arbeit.















