Bozen – Jedes Jahr wird gespannt darauf geblickt, ob die Südtiroler Sparkasse oder die Südtiroler Volksbank die besseren Bilanzzahlen schreibt. Im Geschäftsjahr 2025 hatte klar die Volksbank die Nase vorn: Sie präsentierte am vergangenen Freitag ihren Bilanzentwurf mit einem Gewinn von 131 Millionen Euro. Am Dienstag stellte die Sparkasse ihre Zahlen vor: Der Gewinn auf Gruppenebene, also unter anderem inklusive der Tochterbank Civibank, liegt bei 87,5 Millionen Euro.
Es handelt sich zweifelsohne um ein sehr gutes Ergebnis, allerdings war das Ergebnis 2024 mit 117,7 Millionen Euro deutlich höher. Auf individueller Ebene (nur die Sparkasse) erwirtschaftete das Geldinstitut im Vorjahr 81,4 Millionen Euro – 2024 waren es noch 100,4 Millionen.
Die Sparkasse erklärt, dass die Ergebnisse 2024 von einer positiven einmaligen Komponente gekennzeichnet gewesen seien, nämlich von einem mit dem Zahlungsdienstleister Nexi abgeschlossenen Vertriebsabkommen. Bereinige man das Ergebnis 2024 von dieser Komponente, ergebe sich ein leicht gewachsener Gewinn auf Gruppenebene von 0,3 Prozent.
Die Bank berichtet von gestiegenen Kundeneinlagen und Ausleihungen sowie einem starken Zuwachs im Fondsgeschäft der Kundschaft. Auch die verschiedenen Bankenkennzahlen hätten sich verbessert. In Norditalien wurden und werden weitere Filialen der Gruppe Sparkasse eröffnet.
Der Verwaltungsrat der Sparkasse schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 36,6 Millionen Euro vor. Das sind 0,61 Euro pro Aktie, was beim aktuellen Aktienkurs von 13 Euro einer Rendite von knapp fünf Prozent entspricht. Hinzu kommt die bereits im November 2025 ausgeschüttete Zwischendividende in Höhe von sechs Millionen Euro.
Präsident Gerhard Brandstätter sagt: „Als Bankengruppe haben wir in den letzten Geschäftsjahren bewusst stark investiert. Dabei handelt es sich um Investitionen, die auf mittel- und langfristiges Wachstum ausgerichtet sind und von denen wir in den kommenden Jahren profitieren werden.“

















