Bozen – Gestern fand erstmals nach drei Jahren die Gesellschafterversammlung der Südtiroler Sparkasse wieder in Präsenz statt. Dabei wurde die Bilanz des Geschäftsjahrs 2022 genehmigt. Die Gesellschafterversammlung, an der etwa 500 Aktionärinnen und Aktionäre teilgenommen haben, hat die Bilanz des letzten Geschäftsjahres genehmigt, die einen Reingewinn von 175,4 Millionen Euro auf Gruppenebene und 74,7 Mio. Euro auf Bankebene aufweist. Letzterer übertrifft den Rekordgewinn des Vorjahres (+4,7 Prozent) und stellt das höchste Ergebnis in der Geschichte der Sparkasse dar. Der Reingewinn auf Gruppenebene widerspiegelt in absoluten Zahlen das beste jemals erzielte Resultat.
35 Eurocent pro Aktie
Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende in der Höhe von 21 Millionen Euro verabschiedet. Diese entspricht 35 Eurocent pro Aktie und stellt die höchste Dividende dar, die in den letzten Jahren ausgeschüttet wurde.
Außerdem hat die Gesellschafterversammlung entschieden, jeder Aktionärin und jedem Aktionär die Möglichkeit einzuräumen, die Ausschüttung der Dividende in Form von Sparkasse-Aktien anstatt in bar zu wählen. Die Option, die Zuteilung der Dividende in Form von Aktien zu erhalten, kann eine Gelegenheit sein, weil sie nicht der Besteuerung in Höhe von 26 Prozent unterliegt, die hingegen für die Auszahlung in bar vorgesehen ist, heißt es vonseiten der Sparkasse. Um die Option auszuüben, genüge es, den entsprechenden Vordruck in der Filiale innerhalb 28. April 2023 auszufüllen. Die Zuweisung der Aktien bzw. die Auszahlung der Dividende in bar erfolge am 5. Mai 2023.
Fonds zum Ankauf eigener Aktien
Schließlich hat die Gesellschafterversammlung einen Fonds zum Ankauf eigener Aktien in Höhe von 15 Millionen Euro beschlossen, vorbehaltlich der Genehmigung seitens der Banca d’Italia für den Ankauf einer höheren Anzahl.
„Seit Jahren wachsen wir bei Rentabilität, Effizienz und Qualität der Dienstleistungen, bei gleichzeitiger guter Kapitalstärke. Heute sind wir ein Unternehmen, eine Finanzinfrastruktur, die auf nationaler und mitteleuropäischer Ebene führend ist – eine große Genugtuung für uns und für alle Stakeholder,“ so Präsident Gerhard Brandstätter. „Die Sparkasse wächst und entwickelt sich weiter und bestätigt somit ihre zunehmende Fähigkeit der Wertschöpfung. Wir wollen die lokale Verankerung unserer Bank, als Ansprechpartner für Familien, Firmen und Gemeinschaften vor Ort, auch in Zukunft beibehalten,“ fügt Vize-Präsident Carlo Costa hinzu.
„Wir haben das beste Geschäftsergebnis der letzten Jahre erzielt. Damit sind wir für die künftigen Herausforderungen gut gerüstet und können den von uns bestimmten Weg, der auf ein modernes Bankenmodell abzielt, das auf Beratung, digitale Innovation und Nachhaltigkeit setzt, mit Überzeugung weitergehen. Zudem sind wir mit der Übernahme der CiviBank zu einem neuen, wichtigen Bezugspunkt im Nordosten Italiens geworden. Wir sind überzeugt, dass die neue Gruppe in den kommenden Jahren wichtige Ziele erreichen wird, um mit einer langfristigen Vision zu wachsen,“ erklärt der Beauftragte Verwalter und Generaldirektor Nicola Calabrò.

















