Innsbruck/Bozen – Das aktuelle Stimmungsbarometer von Kohl Partner zeigt: Die Zuversicht in der Tourismusbranche hat im Sommer 2025 in allen untersuchten Regionen nachgelassen. Auf einer Skala von 1 (pessimistisch) bis 5 (optimistisch) lag der Durchschnittswert der Umfrage im vergangenen Jahr noch bei 3,2 – heuer sank er auf 2,8. Zwar blieb die Auslastung weitgehend stabil, doch ist ein klarer Trend zu mehr Vorsicht und Zurückhaltung erkennbar.
Für die Umfrage befragte das Beratungsunternehmen 300 Tourismusbetriebe in Südtirol, Tirol, Bayern und der Schweiz.
Am stärksten verschlechtert hat sich die Stimmung in Südtirol und Deutschland. Trotz nach wie vor überdurchschnittlicher Werte in Südtirol (3,1) ist die Stimmung hierzulande stark gesunken. In Deutschland fiel der Wert auf 2,9 und signalisiert ebenfalls Zurückhaltung. Österreich liegt mit 2,7 am unteren Ende der Skala.
Am optimistischsten zeigen sich die Betriebe in der Schweiz: Mit einem Wert von 3,2 erreicht das Land – erstmals in der Umfrage vertreten – den höchsten Score.
Verschiebung bei den größten Herausforderungen
Die aktuelle Befragung zeigt eine klare Verschiebung bei den größten Herausforderungen der Tourismusbetriebe. Während im Vorjahr die Mitarbeitergewinnung im Vordergrund stand, dominieren 2025 vor allem Auslastung und das kurzfristige Buchungsverhalten.
In Deutschland (58 Prozent) und Österreich (55 Prozent) gilt das Erreichen der Auslastung als größte Herausforderung, während der Wert in Südtirol bei 43 Prozent und in der Schweiz bei nur 36 Prozent liegt.
Das kurzfristige Buchungsverhalten wurde erstmals in dieser Deutlichkeit genannt und belastet Betriebe in Deutschland (53 Prozent), Österreich (49 Prozent), Südtirol (46 Prozent) und der Schweiz (36 Prozent).
Während die Rekrutierung von Mitarbeitenden kaum noch Gewicht hat, rückt die Kostensteigerung stärker in den Fokus – besonders in Österreich (62 Prozent). In Südtirol, der Schweiz und Deutschland wird dieser Aspekt deutlich seltener genannt.
Winter als Hoffnungsträger
Mit Blick auf die Wintersaison 2025/26 überwiegt eine neutrale Grundstimmung: 47 Prozent der Befragten erwarten ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr. Auffällig ist jedoch der gestiegene Optimismus: 36 Prozent blicken positiv auf die Saison – deutlich mehr als im Vorjahr mit 25 Prozent. Pessimistisch zeigt sich hingegen nur eine Minderheit von 17 Prozent. Damit positioniert sich der Winter einmal mehr als Hoffnungsträger für die Branche.



















