Bozen – Was sich abgezeichnet hatte, ist eingetreten: Südtirols Tourismus hat im Sommerhalbjahr 2025 einmal mehr eine Rekordsaison hingelegt. Von Mai bis Oktober wurden nach vorläufigen Zahlen des Landesstatistikinstitutes Astat knapp 23,6 Millionen Übernachtungen registriert. Das sind fast 700.000 bzw. drei Prozent mehr als in der letztjährigen Sommersaison.
Die Gästeankünfte stiegen sogar um 3,9 Prozent auf knapp 5,6 Millionen. Das heißt: Die Gäste blieben weniger lang, im Schnitt 4,2 Tage.
Ausschlaggebend für den neuerlichen Übernachtungsrekord waren vor allem die nicht-klassischen Herkunftsländer, also internationale Gäste. Unter den klassischen Herkunftsländern schwächelte hingegen Deutschland mit einem Minus von drei Prozent, während es bei den italienischen (plus 2,6 Prozent), österreichischen (plus 6,5), Schweizer (plus 2,1) und insbesondere bei den Benelux-Gästen (plus 15,2 Prozent) einen Zuwachs gab.
Bei allen anderen Ländern, also den nicht-klassischen Märkten, steht zusammengerechnet ein Plus von sage und schreibe 32,2 Prozent.
Die SWZ hatte die starken Veränderungen der Herkunftsländer erst vor wenigen Wochen analysiert: https://swz.it/weniger-deutsche-mehr-internationale-gaeste-was-das-bedeutet/
Bei den Campingplätzen, Privatvermietern und Bauernhöfen war das Übernachtungsplus im abgelaufenen Sommerhalbjahr mit jeweils rund fünf Prozent überdurchschnittlich hoch – das heißt höher als bei den Hotels.
Unter den Südtiroler Destinationen musste niemand eine negative Entwicklung hinnehmen. Am besten schnitten auf Ebene der ehemaligen Tourismusverbände Gröden (plus 6,9 Prozent) und das Eisacktal (plus 5,0 Prozent) ab, am schlechtesten das Meraner Land (plus 1,2 Prozent), wo der deutsche Gast äußerst wichtig ist.
















