Immer informiert bleiben

Den SWZ-Newsletter abonnieren

  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • Podcast
  • Archiv
  • E-Paper
  • SWZ-Club
Montag, 20.Juli 2026
  • Anmelden
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
%title
%title
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse

So wurde Papin Sport zu Europas größtem Radverleiher

PORTRÄT – Der Innichner Karl Fritz Schmidhofer hat bald 50 Arbeitsjahre auf dem Buckel. Als Handelsvertreter fing er an, heute ist Papin Sport Europas größter Radverleiher mit rund 16.000 Bikes und grenzüberschreitend tätig. Wie ist das gelungen? „Mit Dienstleistungsmentalität“, sagt er.

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
29. Juli 2022
in Südtirol
Lesezeit: 5 mins read

Karl Fritz und Thomas Schmidhofer in ihrer Radzentrale in Innichen

Innichen – Es ist ein ganz gewöhnlicher Sommervormittag. Eine Blechlawine quält sich durch das Hochpustertal, und auch auf dem Radweg ist enorm viel los. Innichen-Lienz gilt als meistbefahrener Radweg Europas, die allermeisten Radler lassen es gemächlich angehen und genießen bei strahlendem Sonnenschein die Landschaft. Erstaunlich viele E-Bikes sind unterwegs.

Gar einige dieser Fahrräder haben ein- und denselben Besitzer: Papin Sport. Das Unternehmen mit Sitz in Innichen ist Südtirols unangefochtene Nummer eins im Radverleih, laut Eigendefinition sogar die Nummer eins in Europa. 1987 hat Karl Fritz Schmidhofer mit sechs Fahrrädern begonnen, 35 Jahre später sind es rund 16.000 Bikes, davon 6.000 mit Elektroantrieb. Lange bevor die Fahrradbranche zu boomen begann, hat Karl Fritz Schmidhofer dort seine Chance gesehen. Wenn der Unternehmensgründer von dieser Entwicklung erzählt, dann schwingt Stolz mit und zugleich eine unaufgeregte Nüchternheit: Das eine habe sich aus dem anderen ergeben und sei zu einem runden Ganzen herangewachsen, das gut funktioniere, weil sich die verschiedenen Teile gegenseitig ergänzen.

%title
%title
%title

Vom Handelsvertreter zum Kaufmann

Die Verleihstation in Brixen

Begonnen hat Karl Fritz Schmidhofer, Sohn eines Steuerberaters und einer Hausfrau, als Handelsvertreter für Sportbekleidung. 1975 eröffnete er parallel zu dieser Tätigkeit ein Sportgeschäft in Luttach. 1978 kehrte er in sein Heimatdorf zurück und sperrte in der Innichner Fußgängerzone jenes Geschäft auf, das bis heute existiert. Damals haderte Schmidhofer des Öfteren damit, in Brixen das Wissenschaftliche Lyzeum besucht zu haben: „Besser wäre für mich die Handelsschule gewesen.“ Dass Fahrräder irgendwann sein wichtigstes Standbein sein würden, daran dachte er nicht im Traum. Vielmehr rang Schmidhofer Anfang der 1980er-Jahre mit Zinsen von über 20 Prozent, so wie viele Selbstständige, die in jener Zeit investiert hatten. Es sei dies die schwierigste Zeit seiner beruflichen Laufbahn gewesen, erinnert sich Schmidhofer. Er schaffte es über den Berg, im Gegensatz zu anderen „unverschuldet Verschuldeten“.

Heute kann er sich entspannt in den Sessel lehnen, wenn er in breitem Hochpustertaler Dialekt davon erzählt. Schmidhofer redet schnell, so schnell, dass er das eine oder andere Wort verschluckt. Manchmal klingt es, als wolle er mehrere Dinge gleichzeitig sagen – oder einfach nur Zeit sparen. Der Mann wirkt kein bisschen müde nach bald 50 Arbeitsjahren. Es ist ihm anzumerken, dass er immer noch gerne tut, was er seit so langer Zeit tut. Auf die Frage, ob er ein Arbeitstier sei, antwortet er: „In der Nebensaison lasse ich es auch mal ruhiger angehen. Im Sommer arbeite ich durch, da gibt’s keine Wochenenden, da ist man mit Herz und Seele dabei – anders geht’s gar nicht.“ Dann fügt er mit einem verschmitzten Lächeln hinzu: „Alles, was man gerne tut, ist keine Arbeit im eigentlichen Sinn.“

Mittlerweile ist die Unternehmensnachfolge geregelt, Sohn Thomas hat die Mehrheitsanteile an Papin Sport übernommen. Die Geschäftsführung hingegen teilen sich Sohn und Vater gleichberechtigt. Die dritte Person im Verwaltungsrat ist Siegrun Wohlfarter, die Ehefrau bzw. Mutter – sie führt das Sportgeschäft, wo alles seinen Anfang nahm. Das Unternehmen peilt heuer erstmals einen Jahresumsatz von über zehn Millionen Euro an. Dessen Herz schlägt in der Fahrradzentrale in der Handwerkerzone Innichen, wo Fahrräder verliehen, repariert und auch verkauft werden. Dazu kommen zwei Bekleidungsgeschäfte, fünf Skiverleihe, 14 Radverleihe in Südtirol und drei in Österreich sowie 25 Franchising-Radverleihpartner, davon fünf in Murnau in Oberbayern und 20 entlang der Fahrradwege in Südtirol, Osttirol und Kärnten. „Wir sind von Reschen bis Völkermarkt in Kärnten in fast jedem Dorf präsent“, so Schmidhofer.

Von sechs auf 16.000 Fahrräder

Die Verleihstation in Lienz

Warum er 1987 mit dem Fahrradverleih begonnen hat, noch bevor in Südtirol das Radwegenetz entstand, erklärt Karl Fritz Schmidhofer mit einer betrieblichen Notwendigkeit: „Ich suchte nach einer Ergänzung zum Skiverleihgeschäft, um nicht jeden Herbst aufs Neue nach Saisonmitarbeitern für den Winter Ausschau halten zu müssen.“ Die Radsparte wuchs schnell, und Schmidhofer glaubt den Grund zu kennen: „Wir verstanden und verstehen uns nicht als Radverleiher, sondern als Rad-Dienstleister.“

Schmidhofer schickte schon in der Anfangszeit seine „Buabn“ Thomas und Daniel – Letzterer hat sich mit dem eSports-Unternehmen ProGaming selbstständig gemacht – als Servicemänner mit den Radgruppen auf die Reise, um unterwegs Reifenplatten zu reparieren oder sonstige Notfälle zu beheben. „Das kam enorm gut an, es gab unseren Kunden Sicherheit“, so Schmidhofer. Auch mussten die Drahtesel nicht zwingend in den Verleih nach Innichen zurückgebracht werden, sondern wurden bei Bedarf per Lieferwagen zurückgeholt. Heute übernehmen Student:innen den Begleitservice und sind in der Hochsaison rund 35 Lieferwagen unterwegs, um Fahrräder einzusammeln bzw. dorthin zu bringen, wo sie am nächsten Tag gebraucht werden. Das engmaschige Netz an Stützpunkten entlang der Fahrradwege, allesamt vernetzt über eine Software, vereinfacht das Verleihgeschäft.

Im Jahr 2000 verfügte Papin Sport über 1.000 Verleihräder, bis 2007 wurden es 3.000, 2017 waren es schon 8.000 und jetzt sind es noch einmal doppelt so viele. Am Abend hängen in den Verleihstellen mehrere tausend E-Bikes am Stromstecker.

Rund 5.000 der 16.000 Fahrräder stehen in Hotels wie jenen der Falkensteiner-Gruppe und in Unternehmen wie Microtec und Dr. Schär, die ihren Gästen bzw. Mitarbeitenden Fahrräder für eine umweltfreundliche Mobilität zur Verfügung stellen. „Wir beliefern mittlerweile rund 500 Hotels und Unternehmen, 450 davon in Südtirol, den Rest in Osttirol und Kärnten“, gibt Schmidhofer Auskunft. Das Konzept ist immer dasselbe: Papin Sport verleiht nicht nur, sondern bietet einen Rundumservice inklusive Wartung. In diesen Sommerwochen werden auch zahlreiche Fußball-Profimannschaften beliefert, die in Südtirol die Trainingszelte aufschlagen, von Ajax Amsterdam über Sparta Prag bis hin zu Red Bull Salzburg. Nach einem oder zwei Jahren werden die Fahrräder via Webshop weiterverkauft, um neue Räder ins Verleihsortiment nehmen zu können. Der Kreis schließt sich.

Der Markt wird weiter wachsen

Karl Fritz Schmidhofer führt mit Genugtuung durch die Fahrradzentrale in der Innichner Handwerkerzone. Er sagt es zwar nicht, aber er fühlt sich ein bisschen als Pionier im Fahrradverleih. „Fahrradwege allein sind zu wenig, es braucht den Service dazu. Und den bieten wir“, sagt er.

Schmidhofer selbst ist kein passionierter Radfahrer, in der Freizeit schwingt er lieber den Golfschläger. Aber natürlich bewege er sich in Innichen mit dem Fahrrad fort und nicht mit dem Auto, wirft Sohn Thomas ein.

Welche sind derzeit die größten Herausforderungen? Karl Fritz Schmidhofer muss bei der Frage länger nachdenken, bevor er antwortet. Die Pandemie? „Die Ausfälle aus dem Skiverleih im Winter haben wir mit dem Radverleih im Sommer mehr als wettgemacht.“ Die Lieferschwierigkeiten? „Die E-Bike-Hersteller sind in Rückstand, aber bald müsste eine Lieferung kommen.“ Der Mitarbeitermangel? „Die Suche ist schwieriger geworden, aber wir können uns nicht beklagen.“ Papin Sport beschäftigt heute 60 bis 70 fix­angestellte Mitarbeitende, in der Hochsaison wächst das Team auf rund 130 Personen. Das Jammern liegt Schmidhofer offenbar nicht.

Er hat auch klare Ideen, wie es weitergehen soll: „Wir möchten kontinuierlich weiterwachsen wie bisher, um circa 1.000 Fahrräder pro Jahr.“ Das Potenzial in Südtirol und vor allem in Tirol und Kärnten sei noch lange nicht ausgeschöpft. Neue Märkte können warten.

Schlagwörter: 29-22free

Ausgabe 29-22, Seite 4

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

Verwandte Artikel

Meinung

Kommentar: Die Welt braucht mehr Sinner

17. Juli 2026
Südtirol

Aktien von Sparkasse und Volksbank: Wieder abwärts

17. Juli 2026
Südtirol

Südtirol, das gallische Dorf

17. Juli 2026
Südtirol

Agrivoltaik: Viel Rauch um nichts?

17. Juli 2026
Südtirol

Mitarbeiterbindung: Dem Hotel die Treue

17. Juli 2026
Eine Vision von Südtirols besserer Version
Südtirol

Eine Vision von Südtirols besserer Version

14. Juli 2026
Skischulen wollen Ganzjahresbetriebe werden

Skischulen wollen Ganzjahresbetriebe werden

17. Juli 2026
Doppelsieg für Südtirol

Doppelsieg für Südtirol

17. Juli 2026
Kommentar: Schon wieder dieser Regel-Reflex!

Kommentar: Schon wieder dieser Regel-Reflex!

17. Juli 2026

Kommentar: Die Welt braucht mehr Sinner

17. Juli 2026

Aktien von Sparkasse und Volksbank: Wieder abwärts

17. Juli 2026

Südtirol, das gallische Dorf

17. Juli 2026
Jetzt bei Google Play
SWZ Logo Weiss

Wochenblatt für Wirtschaft und Politik.

Follow Us

Innsbrucker Straße 23
39100 Bozen
Italien

info@swz.it
(+39) 0471 973 341

  • Impressum
  • Privacy
  • Cookies

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Willkommen zurück

Hinweis! Bitte geben Sie Ihre Abonummer ohne vorgestellte Null ein (zB 14 statt 0014)

Passwort vergessen?

Passwort erhalten

Bitte E-Mail und Passwort eingeben um Passwort zurückzusetzen

Anmelden

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. We use technical cookies for website functionality and marketing cookies for anonymous statistics. By clicking Accept, you automatically agree to the marketing cookies, unless you have disabled them.

show more
Technical Cookies always activated
Marketing Cookies
  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • LinkedIn
  • Google Tag Manager
  • Hotjar
accept all accept
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung