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So will das Start-up Hula Earth Biodiversität messbar machen

SERIE START-UP SÜDTIROL (10) – Das Münchner Start-up Hula Earth möchte Biodiversität physikalisch und in Echtzeit messbar machen. Das Team rund um den Südtiroler Co-Founder Florian Geiser setzt dazu auf vernetzte Sensoren, Satellitendaten und KI-gestützte Datenanalyse.

Sabina Drescher von Sabina Drescher
28. August 2025
in Start-ups, Südtirol
Lesezeit: 4 mins read

CTO David Schmider (l.) und CEO Florian Geiser (Foto: Hula Earth)

München/Partschins – Ein kleines Kästchen samt Solardach ist an einen Baum gebunden. Wer nicht weiß, was dahintersteckt, würde wohl nie erahnen, wozu es dient. Dieses kleine Gerät nennt sich Hula BioT. In Echtzeit erfasst und analysiert es Umweltparameter und akustische Signale – Vogelgesang, Insektensummen, Tierlaute. Dadurch ermöglicht es eine präzise Messung der Biodiversität mit minimalen menschlichen Eingriffen. Das Gerät ist das Herzstück des Münchner Start-ups Hula Earth.

Erstmals aufhorchen ließ dieses im November vergangenen Jahres. Damals gelang es dem Start-up, satte 1,6 Millionen Euro an Pre-Seed-Finanzierung einzusammeln. Die Investoren: Point Nine Capital, Climate Founders, Partners in Clime, WithEarth sowie mehrere Unternehmer. Zudem sicherte sich Hula Earth den ersten Platz bei der „BA Challenge“ der europäischen Raumfahrtbehörde Esa. Seither hat sich Hula Earth rasant weiterentwickelt. Das Team etwa ist von vier auf zwölf Personen gewachsen. An der Spitze des Start-ups stehen zwei Männer mit technischem Hintergrund. Der eine ist CTO David Schmider aus Deutschland, der andere CEO Florian Geiser aus Partschins. Ihre Wege kreuzten sich per Zufall.

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Florian Geiser, Jahrgang 1987, ist seit jeher technikbegeistert. Nach der Matura an der TFO Meran Fachrichtung Elektrotechnik blieb er auf dem eingeschlagenen Weg und studierte an der TU München Elektro- und Informationstechnik. „Das Studium allein war mir aber irgendwie zu wenig“, lacht der Südtiroler. Schon bald begann er deshalb, nebenbei zu arbeiten und in der bayerischen Landeshauptstadt Unternehmens- und Start-up-Luft zu schnuppern. Einer der Betriebe übernahm ihn schließlich in Vollzeit. Und genau da traf er auf seinen späteren Mitgründer, David Schmider.

Sensoren statt Kleinstarbeit

Der Antrieb, immer etwas Neues ausprobieren zu wollen, ließ Geiser an den Wochenenden an verschiedenen Projekten tüfteln. Als er Schmider von der Idee erzählte, Biodiversität physikalisch und in Echtzeit messbar zu machen, war sein Kollege Feuer und Flamme. „Also haben wir nicht mehr nur Montag bis Freitag gemeinsam im Büro gesessen, sondern auch Samstag und Sonntag“, erinnert sich Geiser.

Mehr als 10.000 Arten kann der Hula BioT erfassen und mittels KI identifizieren. (Foto: Hula Earth)

Dass Schmider und er eine gemeinsame Leidenschaft für das Thema Biodiversität teilen, kommt dabei nicht von ungefähr. Beide standen bereits als Kinder mit der Landwirtschaft in Kontakt. „Heute wird man fast ausschließlich für die Zerstörung des Waldes belohnt, kaum aber für seinen Erhalt“, gibt Florian Geiser zu bedenken. Wenn sich doch jemand für Naturschutz einsetzt und dafür eine entsprechende Gegenleistung bekommen soll, dann stellt sich bald die Frage: Wie misst man den Erfolg?

Über die Plattform lassen sich die Ergebnisse abrufen und Berichte, wie auf dem Screenshot abgebildet, erstellen.

Bisher war die Erfassung Kleinstarbeit. Biologinnen und Biologen mussten entsprechende Daten mühevoll erheben. Dazu besuchten sie Gebiete mehrmals pro Jahr, um Stichproben zu sammeln. „Auf diese Weise erhält man lediglich Schnappschüsse, die wenig aussagekräftig sind“, sagt Geiser. Die Sensoren von Hula Earth hingegen würden mittlerweile 5.000 Detektionen pro Tag ermöglichen, so der Mitgründer. Was das Start-up von der Konkurrenz unterscheidet: „Wir sind die Einzigen, die alles auf dem Gerät machen können. Die eingebauten Mikrofone sind mit einer KI verbunden, die mehr als 10.000 Arten direkt identifizieren kann und diese Informationen autark an Server weitergibt. Wenn man also einmal ein Gerät aufgestellt hat, muss man sich praktisch nicht mehr darum kümmern“, erklärt Geiser. Neben der Artenvielfalt erfassen die Sensoren zudem das Mikroklima mit unterschiedlichsten Parametern wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit. Diese Daten verknüpft Hula Earth mit Satellitenbildern. So können Ökosysteme kontinuierlich und präzise überwacht werden. Über eine cloudbasierte Plattform lassen sich die Ergebnisse abrufen.

Erster Handschlag beim Skifahren

Was als Nebenprojekt gestartet war, nahm im Juni 2023 derart überhand, dass Geiser und Schmider kündigten. „Eine Arbeit finden wir notfalls schon wieder“, reden sie sich gegenseitig gut zu. Ende 2023 erfolgte die offizielle Gründung, bald die Fertigstellung des ersten Prototyps. Trotz erster Fortschritte habe sich das Ganze wie ein Sprung ins Ungewisse angefühlt, zumal die beiden keine Kunden in der Pipeline hatten. Einen ersten zu gewinnen, war dann auch die größte Herausforderung. „Wir kamen schließlich mit einem völlig neuen Ansatz daher, da ist viel Überzeugungsarbeit zu leisten“, sagt Geiser. Gelungen ist ihm der erste Auftragszuschlag an unerwarteter Stelle: Beim Skifahren am Kronplatz holte Geiser sich den finalen Handschlag.

Während dieser und weitere zunächst aus dem Bereich Naturschutz kamen, entwickelte sich in der Folge Nachfrage aus anderen Sparten wie der Solar- und Windkrafterzeugung. Der Hintergrund: regulatorische Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Auch Unternehmen, die dazu verpflichtet sind, Nachhaltigkeitsberichte („Corporate Sustainability Reporting Directive“ – CSRD) zu verfassen, greifen auf Hula Earths Angebot zurück. Mittlerweile hat das Start-up eine dreistellige Geräteanzahl installiert. Laufend holt es Feedback ein, um eventuelle Schwachstellen auszubessern. „Es ist essenziell, die Probleme der Kunden zu verstehen, statt zu versuchen, mit der eigenen Idee ein passendes Problem beim Kunden zu finden“, sagt Geiser. „Wo sitzt der Schmerz? Wie kann ich helfen? Das sind die Fragen, die einen leiten sollten. Wenn ich nicht helfen kann, passt das auch. Sich zu viel zu verstellen, hilft am Ende beiden Seiten nicht.“

Seed-FinanzierungsrundeEnde 2026

Jeder Tag mit ihrem Start-up mache Geiser und Schmider Spaß. „Es fühlt sich nicht wie Arbeit an, wenn man mit solcher Passion dabei ist“, betont Geiser. „Wir zählen keine Stunden oder Tage.“ Ausgleich findet er beim Sport.

Den kann Geiser gut gebrauchen, denn für die Zukunft haben die Gründer große Pläne. In zwei Jahren wollen sie weltweit Geräte installiert haben, die verschiedene Industrien unterstützen. Weiteres Kapital möchten sie Ende 2026 in einer Seed-Finanzierungsrunde einsammeln. Wie viel genau, will Florian Geiser nicht verraten. Er lacht nur und sagt: „Wir haben einiges vor.“

DIE SERIE In diesen Wochen stellt die SWZ junge Unternehmen und deren Gründer:innen vor, so wie bereits in den vergangenen Jahren. Alle Artikel, auch jene der vergangenen Jahre, können hier und in der SWZapp nachgelesen werden.

 

Dieser Artikel ist in der gedruckten SWZ mit folgendem Titel erschienen: „Wenn der Wald spricht“.

Schlagwörter: 33-25free

Interview

Fluch und Segen

SWZ: Was ist Ihnen mit Ihrem Start-up bisher besonders gut gelungen?
Florian Geiser: Sehr talentierte Menschen anzuziehen, sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Investorenseite. Wir nehmen uns wirklich viel Zeit fürs Recruiting und versuchen, nie unter Druck jemanden einzustellen. Talente erkennen wir im technischen Bereich vor allem daran, dass sie sich auch in ihrer Freizeit mit kleinen Projekten beschäftigen, etwas programmieren zum Beispiel. Da steckt noch mal eine ganz andere Passion dahinter.

Was würden Sie als Gründer nicht missen wollen?
Wir haben beide nach der Uni Arbeitserfahrung gesammelt und waren zwei bis drei Jahre in festen Rollen. Das war sehr wertvoll für uns.

War für Sie immer klar, dass Sie in München gründen möchten?
Eigentlich schon. Wir hatten uns hier bereits ein gutes Netzwerk aufgebaut und starke Kontakte in die Industrie, daher war es naheliegend. München bietet zudem ein sehr gutes Umfeld für Start-ups. Man trifft teils auch auf Investoren aus den USA. Im Austausch mit ihnen, aber auch mit anderen Personen aus der Szene kann man viel lernen. Dazu kommen die Unis. Sie bringen Talente hervor, fördern zugleich die Vernetzung und unterstützen die Gründerkultur. Weitere Top-Leute gibt es am Arbeitsmarkt dank der großen Unternehmen, die in München angesiedelt sind. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Inwiefern?
Man konkurriert mit ihnen um die besten Köpfe, auch gehaltsmäßig. Mit Google, OpenAI oder Amazon muss man erst mal mithalten können.

Wie erleben Sie von München aus gesehen die Start-up-Szene in Südtirol?
Sie ist noch jung und braucht noch ein paar Jahre. Derzeit sind gar ein paar Südtiroler Gründer im Ausland. Einige von ihnen werden zurückkehren und mit ihnen ihr Netzwerk. Das wird dem Ökosystem einen Boost geben. Man darf aber schon etwas Geduld haben. Auch in München hat es ziemlich lange gedauert, bis sich die Szene gefestigt hat. Anfang der 2000er gab es die erste dynamische Entwicklungsphase. Damals gründete Helmut Schönenberger die UnternehmerTUM GmbH mit. Die Weichen in Südtirol sind auf jeden Fall gestellt.

Ausgabe 33-25, Seite 6

Sabina Drescher

Sabina Drescher

Die Kaltererin hat in Innsbruck und Cagliari studiert. Sie blickt gerne hinter die Fassaden von Gebäuden, noch lieber hinter die von Menschen.

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