Bozen – Andreas Kofler bleibt Präsident des Konsortiums Südtirol Wein. Der Verwaltungsrat hat den Obmann der Kellerei Kurtatsch kürzlich für die kommenden drei Jahre und damit für eine dritte Amtsperiode bestätigt.
Das Konsortium, das es seit 2007 gibt, dient als Plattform aller wichtigen Vereinigungen und Institutionen des Südtiroler Weinsektors. Heute ist es das Schutzkonsortium der DOC-Bezeichnungen im Land, führt die Marke Südtirol Wein, entwickelt diese weiter, bearbeitet die Märkte rund um den Globus und fungiert zudem als Dienstleister für seine Mitglieder.
Vergangene Woche hatte die Vollversammlung des Konsortiums einen neuen Verwaltungsrat gewählt, der nun wiederum Andreas Kofler als Präsident bestätigt hat. Im Verwaltungsrat sitzen künftig – neben Kofler – Klaus Pardatscher, Georg Eyrl, Philipp Plattner, Oscar Lorandi (jeweils für die Genossenschaften), Ivan Giovanett, Christof Tiefenbrunner, Manfred Bernard (jeweils für die Weingüter), Magdalena Pratzner und Florian Brigl (beide für die Freien Weinbauern). Vizepräsident ist Ivan Giovanett vom Weingut Castelfeder.
Haus des Weins nach langer Vorarbeit
Andreas Kofler sagt, sein Kurs folge weiterhin konsequent der Ausrichtung auf höchste Qualität und einer möglichst engen Verbundenheit der Weine mit dem Terroir. „Sichtbarster Ausdruck dieser Entwicklung ist die Anerkennung von 86 Lagen, die als ergänzende geografische Angabe auf dem Etikett geführt werden dürfen“, sagt er.

Eine Herausforderung sei derzeit die Schaffung des Hauses des Weins in einem historischen Nebengebäude von Schloss Maretsch. „Nach fast 20 Jahren Anlauf haben wir die bürokratischen Hürden nun alle genommen, die Arbeiten schreiten voran, und wenn alles weiter planmäßig verläuft, können wir noch heuer in unseren neuen Sitz übersiedeln“, erklärt der Präsident. Das Konsortium Südtirol Wein bekomme dann endlich ein Zuhause, das seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellung gerecht werde.
„Im Haus des Weins“, so Kofler, „können wir den Südtiroler Wein optimal inszenieren, seinen Auftritt stärken und nicht zuletzt unserem Team ein modernes und angemessenes Arbeitsumfeld bieten.“
Mehr Önotourismus und neue Märkte
Eine zweite Herausforderung sei der Auf- und Ausbau eines önotouristischen Angebots in Südtirol. Das Potenzial des Önotourismus sei bis dato unterschätzt worden. Es gehe daher darum, das Angebot zu erweitern, zu vernetzen und zu professionalisieren, um eine neue Gästeschicht vor allem in der Nebensaison und in der Peripherie zu erschließen. „Ziel ist, irgendwann als önotouristische Destination mit Größen wie Burgund, Piemont, Toskana oder dem Napa Valley mithalten zu können“, betont Andreas Kofler.
Neben den beiden großen Projekten geht es dem Präsidenten auch um die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitszertifizierung SQNPI und eine noch stärkere Internationalisierung: „Wir fassen dabei als neue Märkte den südamerikanischen und hier vor allem Brasilien sowie Osteuropa, in erster Linie Polen, ins Auge.“
















