St. Ulrich – Aufgrund des wachsenden Besucheraufkommens auf der Seceda und der negativen Erfahrungen aus dem Sommer 2025 haben sich die beteiligten Akteure auf ein umfassendes Hotspot-Management geeinigt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretenden der Gemeinden St. Ulrich und St. Christina, der Liftgesellschaft Seceda, des LTS sowie IDM Südtirol und unter der Leitung des Mobilitätszentrums Gröden, hat eine Regelung zur Besucherlenkung ausgearbeitet.
Zentrale Maßnahme ist ein Buchungssystem für die Seceda-Bahn mit halbstündigen Zeitfenstern für Bergfahrten. „Durch festgelegte Zeitfenster soll der Besucherandrang – insbesondere während der stark frequentierten Vormittagsstunden – besser gesteuert und gleichmäßiger über den Tag verteilt werden“, erklärt die Arbeitsgruppe. In weiterer Folge werde auch eine Entlastung des Verkehrsaufkommens entlang der Romstraße angestrebt.
Im Zuge der Neuregelung wurde zudem die Preisstruktur angepasst: Während Tagesgäste künftig höhere Tarife zahlen müssen, erhalten Inhaber:innen der Val Gardena Club Card einen Preisnachlass von 60 Prozent, SüdtirolPass-Nutzer:innen einen Rabatt von 35 Prozent.
Ergänzend dazu wird in der Hochsaison das Angebot der internen Talbusse deutlich ausgebaut: Zwischen St. Ulrich und Wolkenstein verkehrt künftig im Acht-Minuten-Takt ein Linienbus.
„Uns ist bewusst, dass es sich um einen dynamischen Prozess handelt. Insbesondere in der Anfangsphase sind laufende Anpassungen und Feinjustierungen auf Basis praktischer Erfahrungswerte erforderlich“, betont die Arbeitsgruppe.
Was sonst noch geplant ist
Parallel dazu werden weitere Maßnahmen geprüft. Dazu zählt vor allem die Lösung der angespannten Parkplatzsituation in St. Ulrich, die sich nach Corona durch die massive Zunahme der Tagesgäste, die meistens mit einem Auto anreisen, zugespitzt habe. „Denkbar ist künftig auch eine kombinierte Buchung von Liftfahrten und Parkplatz“, heißt es.
Zusätzlich soll durch eine gezielte Besucherführung an der Bergstation Seceda – unter anderem durch neu angelegte Rund- und Themenwege – das Betreten privater Wiesenflächen deutlich reduziert werden. Diese Wege sollen nicht nur lenkend wirken, sondern den Gästen auch ein informatives Naturerlebnis bieten.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind sich einig: „Mit den nun eingeleiteten Maßnahmen wurde ein wichtiger erster Schritt gesetzt. Ziel bleibt es, das Besucheraufkommen langfristig nachhaltig zu steuern und gleichzeitig die Lebensqualität vor Ort sowie das Naturerlebnis für Gäste zu sichern.“
















