Bozen – Südtirols Skischulen wollen ihre Ressourcen das ganze Jahr über für den alpinen Raum und den Tourismus zur Verfügung stellen. Dafür müssten jetzt gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, fordert Flavio Prinoth, Präsident des vor zwei Jahren gegründeten Verbandes der Südtiroler Skischulen in einer Mitteilung.
Die Südtiroler Skischulen verfügten über ein enormes Potenzial, das weit über die Wintersaison hinausgeht, so Prinoth. „Wir vertreten 67 offizielle Skischulen mit professionellen Strukturen, erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 2.300 bestens ausgebildeten Skilehrerinnen und Skilehrern.“ Die sich über Jahrzehnte als wichtige Partner für den Tourismus und für die Sicherheit im alpinen Raum etabliert hätten.
Skischule ohne Skier
Dabei ginge es nicht darum, anderen Anbietern Konkurrenz zu machen, betont Prinoth. Aber die dreijährige Ausbildung der Skilehrerinnen und Skilehrer umfasse neben dem Skifahren in allen Altersstufen auch umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Sicherheit im Gebirge, alpine Gefahren, Tourismus, Geografie und Sprachen. „Gerade im Bereich Wandern, Mountainbiken oder anderer Aktivitäten im alpinen Gelände gibt es große Überschneidungen. Hier könnten die Skischulen neue wichtige Angebote entwickeln und damit einen zusätzlichen Beitrag zur touristischen Entwicklung Südtirols leisten“, so der Verbandspräsident.
„Wenn es gelingt, die Attraktivität der Skischulen langfristig zu sichern, profitieren wir alle.“ Flavio Prinoth
Viele Skischulen hätten bereits konkrete Ideen und stünden in engem Austausch mit den örtlichen Tourismusorganisationen und weiteren Partnern. Dafür brauche es jedoch klare rechtliche Voraussetzungen. Flavio Prinoth: „Wir erwarten uns von der Politik Unterstützung, damit die Skischulen nicht nur wenige Monate im Jahr aktiv sein können, sondern ihre Rolle als professionelle Partner im alpinen Tourismus weiterentwickeln können.“


















