Bozen – Die Landeshauptstadt zeigt sich dieser Tage von seiner diplomatischen Seite: Am Donnerstag, 8. Jänner, empfing Landeshauptmann Arno Kompatscher die neue Regierungskommissarin für das Land Südtirol, Maddalena Travaglini, im Palais Widmann zu ihrem offiziellen Antrittsbesuch. Im Zentrum des Gesprächs stand ein klares Bekenntnis: zu Vertrauen, Austausch und einer konstruktiven institutionellen Zusammenarbeit – im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.
Kompatscher erinnerte an das von gegenseitigem Einvernehmen geprägte Verhältnis zwischen Land und Regierungskommissariat, das zuletzt auch beim Abschiedsbesuch von Vorgänger Vito Cusumano spürbar gewesen war. Travaglini übernimmt – und führt den kooperativen Kurs nahtlos fort. Ton und Richtung bleiben gleich, die Handschrift ist vertraut: Zusammenarbeit statt Gegenwind, Pragmatismus statt Stillstand.
Konkrete Themen, gemeinsame Verantwortung
Die Agenda ist so breit wie relevant: Sicherheit, die Weiterentwicklung der Südtiroler Autonomie, sozialer Zusammenhalt und der verantwortungsvolle Umgang mit klimatischen Herausforderungen bilden die Eckpfeiler. Kompatscher betonte, dass ein regelmäßiger institutioneller Austausch entscheidend sei, um eine effiziente Verwaltung im Interesse der Bevölkerung sicherzustellen. Travaglini schloss sich dieser Einschätzung an – und unterstrich den gemeinsamen Willen, den Dialog für Entwicklung, Sicherheit und Lebensqualität in Südtirol weiter zu stärken.

Drei Jahrzehnte Erfahrung im Dienst der Republik
Travaglinis Laufbahn steht exemplarisch für eine Karriere im Zeichen des öffentlichen Dienstes. Sie startete 1990 im Präfekturdienst in Rom im Innenministerium, bei der Generaldirektion für Kultusangelegenheiten. 1995 wechselte sie in die Zentraldirektion für allgemeine Angelegenheiten und Personalpolitik. Bis Dezember 2010 wirkte sie als Vizepräfektin in Viterbo. Ab 2011 leitete sie nacheinander das Amt für die Ordnung der öffentlichen Verwaltungen, das Amt für öffentliche Hilfe, Zivilschutz und Katastrophenschutz sowie das Amt für territoriale Angelegenheiten und lokale Autonomien. Seit September 2021 führte sie das Kabinett des Staatssekretärs Ivan Scalfarotto in der Regierung Mario Draghi, ab November 2022 jenes von Staatssekretärin Wanda Ferro in der Regierung Meloni. Am 7. Jänner 2026 wurde sie zur Präfektin ernannt – und übernahm das Amt der Regierungskommissarin für das Land Südtirol.
Die Mission: Kooperation für Südtirol
Mit diesem ersten Aufschlag in Bozen ist klar: Die institutionellen Weichen stehen auf Miteinander. Die gemeinsame Mission ist deutlich definiert – für ein sicheres, autonomes und lebenswertes Südtirol:















