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Salat für die Stadt

SERIE START-UP SÜDTIROL 2019 (10) – Gesundheit und Nachhaltigkeit sind die beiden Megatrends, auf die Juchu setzt: Das Wiener Start-up beliefert Büros zur Mittagszeit mit Salaten. Gegründet wurde es vor rund zwei Jahren von dem Kalterer Klaus Innerebner und dem Rittner Thomas Ploner.

Simone Treibenreif von Simone Treibenreif
30. August 2019
in Südtirol
Lesezeit: 4 mins read

Bozen – Sommerzeit ist zwar Salatzeit, noch besser aber verkauft sich Salat zu anderen Jahreszeiten – zumindest beim Start-up Juchu in Wien. „Wir wissen inzwischen, dass in den Sommermonaten wegen der Ferien im Schnitt ein Viertel der Mitarbeiter nicht am Arbeitsplatz ist“, erzählt Thomas Ploner, einer der Gründer des jungen Unternehmens. „Am besten verkaufen wir stattdessen nach den Weihnachtsfeiertagen und Silvester, wohl wegen der guten Neujahrsvorsätze wie abnehmen oder gesünder leben, und im Frühling, sobald die Vorbereitungen für die Strandfigur anlaufen.“

Der 34 Jahre alte Rittner Ploner hat „Juchu – Salat für die Stadt“ gemeinsam mit dem ein Jahr jüngeren Kalterer Klaus Innerebner im Herbst 2017 gegründet. Nun beliefern sie per E-Bike ausschließlich zur Mittagszeit Büros in Österreichs Hauptstadt mit ihren vegetarischen Salatkreationen, die vorwiegend aus regionalen und saisonalen Zutaten zubereitet werden.

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Die Rezepte sind in der Regel Eigen- kreationen, Inspirationen holen sich die „Insalateure“ – wie sich Innerebener und Ploner selbst bezeichnen – im Internet, auch der eine oder andere Klassiker ist immer mal wieder im Sortiment. „Aber wir kombinieren das Traditionelle immer mit etwas Speziellem“, sagt Ploner. „Wichtig ist uns, dass unsere Salate nicht nur simple Salate sind, sondern ein Mittagessen mit Geschmack.“ Zwischen 6,50 und 7,50 Euro kostet das dann; Liefergebühren werden keine berechnet, Mindestbestellmenge ist ebenso keine erforderlich. „Im Vergleich zu anderen Lieferservices sind wir günstig“, weiß Ploner. „Bei der Kalkulation sind wir von uns ausgegangen: Wie viel wären wir in unseren früheren Jobs bereit gewesen, für einen gelieferten Salat maximal zu bezahlen?“

Bezahlt wird bei Juchu bei Lieferung – mit Bargeld, Essensgutscheinen, aber auch mit Bankomatkarte. Jeder Lieferant hat dafür ein eigenes mobiles Gerät dabei. „Es gibt sehr viele Kartenzahler. Dass wir diese Zahlungsmöglichkeit anbieten, ist sicherlich eine Convenience mehr, die für uns spricht“, ist Ploner überzeugt.

Beide Gründer haben ein Wirtschaftsstudium absolviert. Im Anschluss schlugen sie zunächst „normale“ berufliche Laufbahnen bei international tätigen Unternehmen ein. Vor etwa sechs Jahren zog Innerebner nach Wien und begann, für den US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzern Mars im Tierfutterbereich zu arbeiten, Ploner kam vor vier Jahren in die Stadt, um für Universal Music im Marketing tätig zu sein.

Bekannt waren sich die beiden schon aus ihrer Studienzeit, in Wien entwickelte sich daraus eine enge Freundschaft – und schließlich die gemeinsame Firmengründung. „Unsere erste Tendenz“, erinnert sich Ploner, „war ein Lieferservice für italienisches Essen. Das hat sich als zu komplex herausgestellt. Dann haben wir erkannt, dass Gesundheit bzw. gesunde Ernährung ebenso wie Nachhaltigkeit ein enormer Trend sind.“ Und so entwickelten Innerebner und Ploner das Geschäftsmodell Juchu.

Zunächst hatten sie gezögert, sich selbstständig zu machen. Aber als sie erfuhren, dass in Berlin ein Unternehmen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell erfolgreich arbeitete, kündigten sie ihre Jobs. Ihre letzten Arbeitstage hatten sie im Mai 2017, der Sommer verging mit Vorbereitungen, im September folgten die Unternehmensgründung und der Beginn der Tätigkeit.

Und wie war der Start als „Insalateure“, nachdem weder Innerhofer noch Ploner eine Ausbildung im gastronomischen Bereich haben? „Meine Mutter hat ein Gasthaus, da hab ich einiges mitbekommen. Wobei dort die Spezialitäten eher Knödel und Schlutzkrapfen sind“, schmunzelt Ploner und ergänzt: „Wir sind aber beide leidenschaftliche Esser und auch Köche. Doch wir mussten uns durchaus einiges aneignen.“

Die Gründer waren von Anfang an in Vollzeit für Juchu im Einsatz. Inzwischen haben sie auch einen fixen Mitarbeiter, der 30 Stunden wöchentlich beschäftigt ist, einen Abschluss der Hotelfachschule hat und wie Ploner vom Ritten stammt. Daneben sind mehrere Studenten für das Start-up tätig, die je nach Arbeitspensum auf Abruf bereitstehen.

Nur Chefs sein können Innerebner und Ploner (noch) nicht: Sie helfen morgens bzw. vormittags bei der Vorbereitung der Salate, liefern diese in der Mittagszeit als Fahrradkuriere aus und kümmern sich nachmittags um Organisatorisches und Bürokratisches.

Wie viele Salate sie täglich oder monatlich ausliefern, möchte Ploner nicht verraten. Nur so viel sagt er: 60 bis 70 Unternehmen zählen mittlerweile zum Kundenkreis. Diese werden täglich von maximal vier Fahrradkurieren beliefert, von denen jeder zwischen fünf und acht Büros abklappert. Und: „Klaus und ich verdienen nicht das, was wir als Angestellte verdient haben, aber es wird immer besser“, sagt Ploner.

Bis dato bereut Ploner den Schritt in die Selbstständigkeit dennoch nicht. „Das Schöne ist, man kann die Dinge gestalten, wie man sie haben möchte, und man bekommt viel Zuspruch“, erzählt er und fügt an: „Aber wenn es dann im Februar kalt ist, eine Mischung aus Schnee und Regen vom Himmel fällt und man trotzdem mit dem Fahrrad ausliefern muss, denkt man sich schon manchmal, es wäre doch angenehmer, einen gut bezahlten 9 to 5 Job mit 25 Urlaubstagen im Jahr zu haben.“ Aber alles in allem könne er sagen, die Gründung der eigenen Firma habe sich „auf jeden Fall ausgezahlt. Wir sind beide voll motiviert – und es gibt noch viel Luft nach oben.“

Was funktioniert bei Juchu besonders gut? „Da gibt es vieles … Das Wichtigste: Unser Konzept und die Salate kommen gut an“, sagt Ploner. Zugleich gebe es noch vieles, das verbessert werden könnte. „Zum Beispiel müssen wir daran arbeiten, uns so schnell wie möglich an Nachfragen anzupassen.“

Pläne zur Expansion in andere Städte hat Juchu nicht. „Vorerst“, sagt Ploner, „wollen wir uns in Wien festigen und unser Geschäftsmodell perfektionieren. Was danach kommt, ist noch offen – auch wenn wir schon einiges angedacht haben, wobei noch nichts spruchreif ist.“

Schlagwörter: 33-19freenomedia

Info

Ohne Risikofreudigkeit geht es nicht
SWZ: Was macht für Sie ein Start-up aus?
Thomas Ploner: Auf jeden Fall eine innovative Geschäftsidee. Für mich ist ein klassisches Start-up etwas eher Technologisches und Saklierbares. Auch wenn wir diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllen und bisher ohne Fremdinvestment ausgekommen sind, so bezeichnen wir Juchu dennoch als Start-up, weil wir aus dem Nichts gewachsen und wir zwei Gründer Quereinsteiger sind, die eine gewisse Risikofreudigkeit mitbringen. Und mit einer solchen ist ein Start-up immer verbunden.
Was bedeutet es, Start-upper zu sein?
Klaus und ich sind älter als viele andere Start-upper, die direkt nach dem Studium in diese Start-up-Welt einsteigen. Wir haben beide schon einige Jahre als Mitarbeiter in Weltkonzernen hinter uns, und deshalb vielleicht eine etwas andere Einstellung: Wir arbeiten viel und befassen uns viel mit unserem Unternehmen, aber am Samstag und/oder Sonntag gönnen wir uns auch Ruhe vom Geschäftlichen.
Welches sind die größten Schwierigkeiten für ein Start-up?
Einerseits das ins Ungewisse Hineingehen, andererseits dass man alles abdecken muss – von der Beschaffung über das Informationssystem bis hin zur Struktur. Wir Gründer waren es aus unseren vorherigen Jobs gewohnt, bestimmte, definierte Bereiche zu betreuen, um alles andere mussten wir uns nicht kümmern. Dazu kommt, dass man als Gründer – gerade in der Anfangszeit – sehr viel zurückstecken muss und das Geld ein großes Thema ist. Denn das Gehalt, das es vorher gab, ist nicht mehr da; zugleich muss man Mittel auftreiben, damit die ganze Maschinerie ins Laufen kommt.
Warum haben Sie sich nicht für einen „normalen“ Job entschieden?
Sowohl Klaus als auch ich haben vorher in Riesenkonzernen gearbeitet, und in solchen bist du immer nur ein kleiner Teil des Ganzen. Wenn du selbst gründest, dann spürst du die Auswirkungen deiner Arbeit direkter.
Warum haben Sie die Entscheidung für den Standort Wien getroffen?
Wir hatten beide zum Zeitpunkt der Gründung – und haben noch immer – unseren Lebensmittelpunkt in der Stadt. Dazu kommt: Es gab hier in Wien diese Angebotslücke, die wir nun schließen.
Wie sehen Sie die Start-up- Community in Wien?
Sie ist sehr stark und geschätzt, wird von der öffentlichen Hand und auch von Privaten gefördert. Die Gründer pushen sich gegenseitig. Es gibt einige in Wien gegründete Start-ups, die sich sehr gut entwickelt haben. Wir selbst sind jedoch in die Szene nicht stark involviert, kennen aber einige Leute und halten uns auf dem Laufenden. Wir haben uns für dieses Vorgehen entschieden, weil in der Community insbesondere Firmen im Technologiebereich aktiv sind, und wir da nicht zu 100 Prozent hineinpassen. Was wir aber sehr wohl tun: Wir beliefern einige Start-ups mit Salat (lacht).
Wie ist das Umfeld, sind die Voraussetzungen für ein Start-up-Unternehmen in Wien bzw. Österreich?
Das Umfeld ist toll, man wird sehr unterstützt, vor allem von der Wirtschaftskammer, die Kurse anbietet. Ein großes Thema bei uns war, den passenden Standort mit Küche und Büro zu finden; ein Mitarbeiter des Magistrats, der Verwaltungsbehörde der Stadt Wien, hat uns dann bei Besichtigungsterminen begleitet und uns gesagt, was machbar ist. Zudem wurden wir in ein Gründerprogramm des Arbeitsmarktservice/AMS aufgenommen, über das wir während der Vorbereitung der Grünung zwei Monate unterstützt wurden.
Stichworte Business Angels und Investoren: Wie schaut die diesbezügliche Situation in Wien aus?
Es gibt ausreichend Möglichkeiten. Wir haben uns in der Anfangsphase durchaus mit der Frage befasst, ob wir mit einem Investor arbeiten wollen. Doch wir haben uns dagegen entschieden, weil mit einem Investor Entscheidungskraft und Performance nicht mehr allein bei uns liegen würden. Nun versuchen wir zunächst, organisch zu wachsen, will heißen: mit eigenem Kapital – unserem Ersparten – so weit wie möglich zu kommen. Was sich in den nächsten Jahren ergibt, kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Ausgabe 33-19, Seite 6

Simone Treibenreif

Simone Treibenreif

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