Bozen – Um das Richtpreisverzeichnis des Landes effizient nutzen zu können, soll es digitalisiert und somit benutzerfreundlicher gestaltet werden. Der entsprechende Beschlussantrag des SVP-Abgeordneten Gert Lanz erhielt im Landtag die einhellige Zustimmung aller Abgeordneten. Lanz regt zudem eine Analyse an, ob ein digitalisiertes Preisverzeichnis in einem zweiten Moment auch als Kalkulationstool den Südtiroler Unternehmen zur Verfügung gestellt werden kann.
Laut Informationen der Landesregierung prüft die Agentur für öffentliche Verträge, die Plattform für die Verwaltung des Richtpreisverzeichnisses der Region Toskana zu übernehmen. „Diese bereits digitalisierte Plattform kann kostenlos verwendet werden, lediglich die Anpassungen an unsere Realität und Arbeitsweise müssen in die Wege geleitet und bezahlt werden. Das ist eine gute Lösung“, ist Gert Lanz überzeugt, der jedoch zugleich darauf hinweist, dass das System die Realität des Südtiroler Handwerks berücksichtigen müsse.
Sicher, so Lanz, werde man sich an eine neue Arbeitsweise gewöhnen müssen, vor allem die Übergangsphase werde etwas heikel sein. Doch bei guter Zusammenarbeit könnten Anfangsschwierigkeiten leicht bewältigt werden und die Qualität des Preisverzeichnisses werde sich sehr verbessern.
Das Landesrichtpreisverzeichnis wird von öffentlichen Körperschaften, Freiberuflern und Unternehmen, vor allem jedoch von zahlreichen Kleinst- und Kleinbetrieben aus dem Handwerk als wichtige Grundlage bei der Kalkulation und Angebotserstellung verwendet. Durch den Einsatz der Möglichkeiten und Anwendungen der digitalen Welt können die Verfahren ganz wesentlich vereinfacht und vor allem beschleunigt werden. „Zudem trägt ein modernes System des Landesrichtpreisverzeichnisses zu einer Professionalisierung im Handwerk bei und kann so den Betrieben eine wichtige Stütze sein“, sagt Gert Lanz.















