Bozen – Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte hat Fercam im Jahr 2022 einen Umsatz von über einer Milliarde (1,128 Milliarden Euro) und zum zweiten Mal in Folge einen zweistelligen Zuwachs von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Im Jahr 2021 erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von 945 Millionen Euro und schaffte es damit auf Rang sechs der umsatzstärksten Unternehmen und Unternehmensgruppen Südtirols (die gesamte Rangliste gibt es hier).
Mit diesem Ergebnis könne das Unternehmen seine Rolle als globaler Logistikanbieter mit den Geschäftsbereichen Transport, Logistik, Distribution, Air & Ocean und Special Services (Kunst- und Messelogistik, Home delivery, Umzugs- und Relocation Dienste) weiter festigen, schreibt Fercam in einer Aussendung.
Die Geschäftsbereiche
Die Geschäftsbereich Komplettladungen (FTL), der traditionell alleine mit über 50 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens beiträgt, habe trotz des zunehmenden Fahrermangels eine sehr positive Entwicklung verzeichnen können, wobei insbesondere die Business Unit Freight Management sehr gute Ergebnisse erzielt habe.
Wie im Vorjahr, war das Wachstum für den Geschäftsbereich Air & Ocean mit einem Anstieg von 36,9 Prozent sehr zufriedenstellend; der im ersten Halbjahr bestehende weltweite Laderaummangel bei hoher Frachtnachfrage konnte dank eines zuverlässigen und effizienten Korrespondentennetzes positiv wettgemacht werden, während sich die Lage ab September 2022 allmählich normalisierte, lässt Fercam wissen.
„Die italienische Wirtschaft hat 2022 ein BIP- Wachstum von 3,7 Prozent verzeichnet, dies hat auch unsere Geschäftsbereiche günstig beeinflusst, zumal eine effiziente Logistik auch für die Exportwirtschaft und für die Wettbewerbsfähigkeit des ,Made in Italy‘ auf den internationalen Märkten von grundlegender Bedeutung ist; in Verbindung mit der Zuverlässigkeit und Qualität unserer Dienstleistungen konnte dies sicher auch zu unserem Erfolg im vergangenen Jahr beitragen“, sagt Fercam-Geschäftsführer Hannes Baumgartner.
Auch die Auslandsniederlassungen des Südtiroler Transport- und Logistikunternehmens schlossen das Jahr mit guten Ergebnissen ab; die Niederlassung in Kiew, die im abgelaufenen Jahr die wohl dunkelsten Momenten ihrer Geschichte erlebt hat, konnte bei widrigsten Verhältnissen operativ bleiben.
Investitionen in Richtung emissionsfreie Logistik
Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Geschäftsbereiche Logistik und Distribution konzentrierten sich die Investitionen 2022 vornehmlich auf die Erweiterung und Festigung des eigenen Distributionsnetzwerkes mit Neueröffnungen bzw. Erweiterungen der Niederlassungen in Como, Udine, Cuneo und Reggio Emilia, während die im Bau befindlichen Anlagen in Alessandria, Verona, Novara, Mantua, Modena, Padua und Cattolica im laufenden Jahr fertiggestellt werden.
Mehrere bestehende Anlagen wurde im Sinne einer nachhaltigen Erbringung der eigenen Logistikdienstleistungen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und traditionelle Beleuchtungsanlagen zur Reduzierung des Energiebedarfs durch LED-Beleuchtungssysteme mit Präsenz- und Lichtsensoren ersetzt.
Die jüngsten Fuhrparkinvestitionen konzentrierten sich auf alternative Antriebstechnologie bzw alternative Treibstoffe, im Schwerverkehr vornehmlich BioLNG und HVO Fuel und Elektroantrieb für den innerstädtischen Verteilerverkehr.



















