Bozen – Gestern fand die Gesellschafterversammlung der Raiffeisen Landesbank Südtirol (RLB) statt. Dabei wurde Bilanz gezogen über das vergangene Jahr. Am Jahresanfang bremsten die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung und verschiedene makroökonomische Unsicherheitsfaktoren den Optimismus. Zinssenkungen der EZB, eine weiterhin rückläufige Inflation, dynamische Aktienmärkte und geopolitische Umbrüche prägten das Jahr 2025. Gegen Jahresende hat sich die Lage und somit auch die Kreditnachfrage verbessert. Der Wirtschaftsstandort Südtirol erwies sich in diesem Umfeld weiterhin als sehr resilient, heißt es vonseiten der RLB.
Gutes Ergebnis
Der Gewinn vor Steuern liegt bei 38,68 Millionen Euro, der Reingewinn beträgt 27,14 Millionen Euro. Im Jahr 2024 hatte letzterer bei 24,64 Millionen gelegen.
Die Gesellschafterversammlung hat bei der gestrigen Versammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von sieben Millionen Euro beschlossen.
„Unser erwirtschafteter Reingewinn ist ein Erfolg, der auch auf die starke und verlässliche Zusammenarbeit im Raiffeisenverbund zurückzuführen ist. Er stärkt die Stabilität der gesamten Raiffeisen-Organisation“, sagt Präsident Hanspeter Felder.
Kundeneinlagen gewachsen
Bei der Gesellschafterversammlung wurden weitere Kennzahlen präsentiert so sind die direkten Kundeneinlagen um 7,72 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro gewachsen. Die indirekten Einlagen (Investmentfonds, Obligationen Dritter, Aktien, Lebensversicherungen) beliefen sich zum Jahresende auf 3,27. Milliarden Euro (+3,81 Prozent).
Das Eigenkapital der Raiffeisen Landesbank Südtirol liegt mit 529,25 Millionen Euro um 3,99 Prozent über dem Vorjahreswert. Dies ist laut RLB maßgeblich auf den Anstieg der Gewinnrücklagen und auf das Geschäftsergebnis zurückzuführen.
Zu den Krediten – sie beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro – meint Generaldirektor Simon Ladurner: „Die Qualität der vergebenen Kredite ist gut. Die Kundinnen und Kunden zahlen ihre Kreditraten pünktlich, denn die Wirtschaft Südtirols ist sehr stabil.“ Die Vorsicht der Raiffeisen Landesbank Südtirol bei der Kreditvergabe habe sich bewährt.
„Bei unseren Anlage- und Kreditprozessen haben wir auch im Jahr 2025 großes Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt und mit unseren Mitarbeitenden mehrere konkrete ESG-Aktionen organisiert“, so Ladurner.
Mit den ESG-konformen Anleihen unterstützte die Raiffeisen Landesbank Südtirol die Transformation hin zu einer nachhaltigen Unternehmensführung der Kundschaft, lässt diese verlauten. 2025 wurde zusätzlich ein Green Bond für Kleinanleger aufgelegt. Durch die Emission von Green Bonds und Sustainability Bonds wurden bis zum 31.12.2025 Green Loans und Social Loans über ein Gesamtvolumen von mehr als 144 Millionen Euro genehmigt. Zum Bilanzstichtag waren knapp 116 Mio. Euro davon ausgezahlt.
Blick nach vorne
Die Raiffeisen Landesbank Südtirol blickt zuversichtlich auf eine insgesamt optimistische Wirtschaftslage in Südtirol. Im Jahr 2026 setzt die Bank die Umsetzung der im Strategieplan 2024–2027 festgelegten Schwerpunkte weiter fort. Der Fokus liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Raiffeisen-Bankenverbundes Südtirols, der Steigerung der Effizienz, Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders wichtig sei dabei der Ausbau der Rolle der Raiffeisen Landesbank Südtirol als Bank-Kompetenzzentrum für die Raiffeisenkassen, die Verbesserung des Liquiditätsmanagements im Verbund und die Intensivierung der Geschäftstätigkeit im Firmenkundenbereich, lässt die RLB wissen.
Das Budget für das Jahr 2026 geht von einem leichten Wachstum sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei den Ausleihungen aus.
















