
Vöran – Erich Gritsch, Jahrgang 1929, stammte aus Naturns und blieb seiner Heimatgemeinde immer verbunden, seine Lebensmittelpunkte waren aber Bozen, sein langjähriger Arbeitsort, und Meran sowie (zuletzt) Vöran, seine Wohnorte. Er besuchte die Handelsoberschule und erwarb mit der Matura den Titel eines „Ragioniere“. Menschen, die ihn gut kannten, sagen, Gritsch sei ein klassicher Ragioniere gewesen, einer, der dieser Bezeichnung entsprechend überlegt, gut geplant und informiert sowie folgerichtig vorging. In den 1970er-Jahren trat er in die Dienste der Bozner IFI AG und war lange Jahre als Personal- und Verwaltungsleiter die rechte Hand von deren damaligem Chef Max Staffler, der sich in vielen Bereichen des Geschäftslebens auf ihn verlassen konnte, denn Gritsch war vor allem in juridischen, buchhalterischen und steuerrechtlichen Angelegenheiten ein absoluter Fachmann. Die Zusammenarbeit und das Vertrauensverhältnis bestanden auch unter Franz Staffler fort. Erich Gritsch engagierte sich in vielen Bereichen eines Arbeitsumfeldes. Er war unter anderem Präsident der regionalen Vereinigung der Führungskräfte „Mangeritalia“ (und später deren Ehrenpräsident) und im Verband der Gebäudeinhaber tätig. Der Südtiroler Wirtschaftszeitung war er in seiner Funktion als langjähriger Präsident des Aufsichtsrates der Herausgebergesellschaft verbunden. Überall war sein wertvoller Rat gefragt und sein Wesen geschätzt.
Gritsch war aber nicht bloß in seinem beruflichen, sondern auch im gesellschaftlichen Umfeld ein wertvoller Mensch. Er war Mitglied des MGV Meran, der auch wegen seiner Faschingsrevue bekannt ist, und spielte Klavier und Orgel, an hohen Feiertagen immer wieder auch in Naturns. Mit seiner Frau Ulla hat Gritsch zwei Töchter. Alle, die ihn kannten, werden ihn als angenehmen Meschen mit viele Talenten in Erinnerung behalten.
















