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Quo vadis, Urlaubsland?

Gute Adressen werden immer besser, mittelmäßige Adressen immer mittelmäßiger. Betriebsschließungen scheinen unausweichlich. Wo führt das hin? Wie schaut die Urlaubsdestination Südtirol in zehn Jahren aus? Wer werden die Gäste sein? Was bedeutet das für die anderen Sektoren?

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
5. Juni 2015
in Allgemein
Lesezeit: 5 mins read

Bozen – Der vergangene Winter hat dem Südtiroler Tourismus trotz Schneemangels ein Plus beschert, verkündete das Landesstatistikinstitut Astat vergangene Woche: Es sind um 2,5 Prozent mehr Gäste gekommen, und sie haben um ein Prozent öfter übernachtet. Alles in Butter also? Mitnichten! Im Südtiroler Tourismus macht sich immer stärker eine bedenkliche Entwicklung bemerkbar: Während einige Häuser traumhafte Auslastungen erzielen, damit Mittel für die nächste Investition erwirtschaften oder auch von der Bank problemlos finanziert werden, solcherart die Attraktivität für die Gäste weiter erhöhen, treten andere Häuser auf der Stelle oder befinden sich sogar im Rückwärtsgang. Sie leiden unter einem Investitionsstau, da noch Kredite für frühere Investitionen zu tilgen sind, kämpfen entsprechend mit ihrer Auslastung, womit die Investitionskraft weiter schwindet, sie müssen sich auf einen schmerzhaften Preiswettbewerb einlassen, was die Rentabilität noch mehr schmälert und den gewachsenen Kostendruck unerträglich macht, und letzten Endes sind Nachfolgeprobleme nur eine Frage der Zeit. Es ist ein Teufelskreis, ein gefährlicher obendrein. „In den nächsten zehn Jahren werden 20 Prozent der Südtiroler Tourismusbetriebe schließen“, hat ein Etschtaler Hotelier der SWZ unlängst prophezeit.

Aber was machen die einen besser als die anderen? HGV-Präsident und Hotelier Manfred Pinzger weiß um die wachsenden Ungleichgewichte im heimischen Tourismus. Und er beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Er spricht davon, dass manche Betriebe einfach Standortnachteile hätten, er spricht davon, dass nicht überall die Tourismussensibilität von Bevölkerung und Verwaltung gegeben sei, und er spricht von der Notwendigkeit, Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Wirtschaften zu schaffen.

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Andere Branchenkenner werden deutlicher. „Es gibt zu viel Gleiches vom Gleichen“, sagt Heinrich Dorfer, der mit seinem Quellenhof-Resort überaus erfolgreich arbeitet und Anfang 2015 wieder stattliche sechs Millionen Euro investiert hat (siehe SWZ 20/15 vom 22. Mai, Seite 4). Der Tourismusberater Alois Kronbichler von Kohl & Partner drückt es anders aus: „Wir haben zu viel Mittelmäßigkeit.“

Wer sich nicht in irgendeiner Form von den Mitbewerbern abhebt, tut sich schwer im internationalen Konkurrenzkampf der übersättigten Urlaubs­industrie – und gerät leicht in einen gefährlichen Preisstrudel. Die Südtiroler Betten füllen sich nicht mehr automatisch, wie sie es einst getan haben. Der Gast ist anspruchsvoll geworden und weniger treu. Es genügt ihm nicht mehr, dass seine Erwartungen erfüllt werden – seine Erwartungen müssen übertroffen werden. Der renommierte US-Tourismusforscher Vincent Magnini, der am heutigen Freitag auf Einladung des TIS in Bozen weilt, geht sogar davon aus, dass selbst das Übertreffen der Erwartungen nicht mehr genügt, sondern dass der Gast regelrecht überrascht werden will (siehe SWZ 21/15 vom 29. Mai, Seite 6).

Wie es richtig gemacht wird, zeigen sehr viele tüchtige Tourismustreibende überall in Südtirol, die entweder mit ihrer Infrastruktur oder mit ihrer Dienstleistung punkten und selbst in vermeintlich unattraktiven Lagen hervorragend arbeiten. Glücklicherweise gibt es sie, die Beispiele, die zeigen, dass sich im Tourismus nach wie vor Geld verdienen lässt. Dabei fällt auf, dass nicht reine Größe ein Erfolgsrezept ist (obwohl der Trend insgesamt klar hin zu größeren Häusern geht), sondern dass durchaus auch kleine Häuser erfolgreich sein können.

„Für jene Tourismusbetriebe, die keine Profilierung haben, ist es schwer vorstellbar, dass sie der Schließung entkommen“, sagt Christoph Engl, Markenexperte bei Brand Trust und als früherer SMG- und HGV-Direktor ein versierter Kenner der Tourismusbranche. Die Profilierung ist wohl auch das Erfolgsrezept der (durchwegs kleinen) Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe.

Dass sich die Schere zwischen Topbetrieben und Mitläufern immer mehr öffnet, ist kein südtirolspezifisches Phänomen. Im Gegenteil, die Schweiz und Österreich trifft es derzeit sogar noch dramatischer. Ein Beobachter, der nicht zitiert werden möchte, meint dazu: „Wir sollten jetzt nicht überrascht tun.“

Der Ursprung der heutigen Situation liege nämlich 30, vielleicht 40 Jahre zurück, analysiert besagter Beobachter. Damals schossen die Tourismusbetriebe angesichts der boomenden Nachfrage wie Pilze aus dem Boden. Allerdings – so der Beobachter – wurde im Erfolgsrausch unterschätzt, welch hoher Cashflow im Tourismus zur Finanzierung der kapitalintensiven Ersatzinvestitionen notwendig ist. Folglich waren in vielen Fällen schon die Amortisationszeiten für die Anfangsinvestition viel zu lang, womit keine Reserven für die nächsten Investitionen angelegt werden konnten. Lange blieb das unbemerkt, auch weil der berühmte Bettenstopp in Südtirol bis Ende der 1990er-Jahre eh einem Investitionsverbot gleichkam. Der unbefriedigende Cashflow rächte sich Anfang des neuen Jahrtausends mit den massiven qualitativen und quantitativen Erweiterungen und mit der investitionsintensiven Wellness-Welle. Finanziert wurden die Investitionen von den damals noch großzügigen Banken. Aber die Amortisationszeiten waren (und sind) nun in vielen Fällen zu lang, um noch mit den extrem verkürzten Investitionszyklen, die die anspruchsvollen Gäste einfordern, mithalten zu können. „Der Investitionsdruck ist enorm“, weiß Alois Kronbichler aus der Praxis. Die Eigenmittel fehlen, und die Bank sagt nein. Hinzu kommt, dass der Tourismusmarkt heute gesättigt ist und zu allem Überfluss von konkurrierenden Geschäftsmodellen wie Airbnb und anderen Onlineplattformen bedrängt wird.

So weit die Ursachenforschung. Was aber bedeutet das für die Zukunft des Südtiroler Tourismus? Fakt ist, dass das Betriebssterben längst eingesetzt hat, vor allem in den unteren Kategorien und bei den kleinen Häusern. „Klein sein ist ein Auslaufmodell“, sagt Kronbichler, der feststellt, dass die durchschnittliche Betriebsgröße in Südtirol nach wie vor vergleichsweise niedrig ist. Die Komplexität steigt, nicht nur im Marketing, und die Kosten wollen mehr denn je exakt kalkuliert werden. Dazu ist unternehmerisches Rüstzeug unentbehrlich. Diesbezüglich tun sich die Kleinen – nicht alle, aber die Mehrheit – erfahrungsgemäß schwerer. Und wenn der Nachwuchs dank guter Ausbildung endlich dieses Wissen einbringen könnte, fehlt den Jungen sehr oft der Reiz, die kleine Familienpension zu übernehmen.

Natürlich muss nicht jeder Tourismusbetrieb eine 200-Betten-Burg sein. Natürlich können auch kleinere Betriebe erfolgreich sein, „wenn sich die Inhaber enorm engagieren“, so Kronbichler. Eine ideale Betriebsgröße existiert nicht.

Trotzdem hat die Konzentration längst eingesetzt. Die Tourismusbetriebe werden weniger, aber sie werden größer. Insofern blüht Südtirol durch die Betriebsschließungen kein Bettensterben, das den Wohlstandsmotor Tourismus empfindlich schwächen könnte. Gesamtwirtschaftlich bedenklich wird die Entwicklung erst, wenn ganze Gebiete touristisch aussterben.

Südtirols Tourismus wird in zehn Jahren weniger selbstständige Gastwirte und dafür mehr qualifizierte Mitarbeiter brauchen. Er wird vielleicht auch andere Gäste haben. Ob diese Gäste ihre Zeit vermehrt im gut ausgestatteten Tourismusbetrieb verbringen und folglich ihr Geld dort ausgeben werden, anstatt „draußen“, bleibt abzuwarten. Heute sind es gerade die Gäste der kleineren Häuser, welche mehr Zeit außerhalb des Gastbetriebes verbringen, schlicht weil ihnen ihr Gastgeber keine großzügigen Wellnessanlagen und Schwimmbäder bieten kann.

Möglicherweise wird durch die Entwicklung auch die Investitionskraft des heimischen Tourismus gestärkt, denn gerade die Kleinen tun sich – wie erwähnt – schwer mit Investitionen.

Die Urlaubsdestination Südtirol wird in zehn Jahren anders aussehen als heute. So viel ist klar. Ob sie sich zum Besseren oder zum Schlechteren wandelt, muss sich zeigen. Jedenfalls sollte die natürliche Auslese nicht gebremst werden. Vielmehr braucht es Ausstiegsszenarien für jene, die nicht mehr weitermachen können oder wollen. Aber genau solche Ausstiegsszenarien sind problematisch. Landesrat Richard Theiner hat bereits klargestellt, dass das neue Raumordnungsgesetz keine Umwidmungen im landwirtschaftlichen Grün zulassen wird. Das ist durchaus nachvollziehbar. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der Südtiroler Landschaft Hotelruinen blühen. Christoph Engl wünscht der Tourismusmarke Südtirol, dass ihr solcherlei Verunstaltungen erspart bleiben: „Leerstände sind die größte Katastrophe für eine jede Destinationsmarke. Eine intelligente Wirtschaftspolitik lässt keine Leerstände zu.“

Schlagwörter: 22-15freenomedia

Ausgabe 22-15, Seite 3

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

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