Bozen – Wer heute durch Europa reist, kommt an ihnen kaum vorbei: den grünen Bussen von Flix. Das Unternehmen hat den internationalen Fernbusmarkt in den vergangenen Jahren grundlegend verändert und ist mittlerweile sogar im Schienenverkehr tätig.
Einer, der bei alldem eine Hauptrolle gespielt hat, ist Daniel Krauss. Er ist einer von drei Gründern von Flix, verantwortet als CIO den Technologie-Bereich, und er ist zu Gast in der neuen Folge des SWZ-Podcasts.
Die Anfänge eines Milliardenunternehmens
Entstanden ist die Idee für Flix nicht im luftleeren Raum, sondern aus einer regulatorischen Chance heraus: 2013 wurde der Fernbusmarkt in Deutschland liberalisiert – just in einer Zeit, in der Daniel Krauss und zwei Bekannte von ihm auf der Suche nach einer Businessidee waren. „Wir hatten den unbändigen Willen, unternehmerisch tätig zu werden. Das mit dem Fernbusmarkt war eine glückliche Fügung“, sagt Krauss im Gespräch mit der SWZ.
Die drei entwickelten ein Plattformmodell und setzten auf Busunternehmen als Partner. Statt eigene Busflotten aufzubauen, verband das Unternehmen mittelständische Anbieter unter einer gemeinsamen Marke – und einer gemeinsamen Farbe. Doch die Unternehmen mussten erst überzeugt werden: „Wir sind damals monatelang durch Deutschland gefahren und haben Klinken geputzt. Von hundert Unternehmen, mit denen wir gesprochen haben, überzeugten wir zunächst nur sieben. Die Konversionsrate war also nicht sonderlich gut“, sagt Krauss.
Damit war der Grundstein gelegt. Das Problem aber war: Auch andere hatten die Chance des liberalisierten Fernbusmarktes erkannt, darunter Mein Fernbus. Im Podcast erklärt Krauss, wie sich das einstige Start-up in einem hart umkämpften Markt teils sogar gegen Konzerne durchgesetzt hat, warum gerade Flix am Ende überlebt hat – und weshalb die Busse anfangs blau und nicht grün waren.
Eine besondere Busreise
Im Gespräch teilt Daniel Krauss auch einige Lehren, die er auf seiner bisherigen Reise als Unternehmer mitnehmen durfte, spricht über den größten Rückschlag, den Flix erlitten hat, und darüber, wie er als Chef so ist.
Außerdem verrät er, woran er, mittlerweile selbst Investor, gute Start-ups erkennt und welchen Tipp er Gründerteams geben würde. Auch erzählt er von einer Reise, bei der er seine Beziehungen spielen ließ, um den Flixbus noch rechtzeitig zu schaffen.
Jetzt reinhören in „Die SWZ trifft“
Das Gespräch mit Daniel Krauss ist über den Player unten abrufbar, ebenso über Spotify und Apple Podcasts. Alle bisher erschienenen Episoden gibt es auf swz.it/podcast. Neue Folgen erscheinen jeden zweiten Mittwoch. (sisa)


















