St. Vigil – Die Coronapandemie öffnete für Markus Promberger eine Tür, hinter der ein völlig neues Gästesegment wartete: Workation – die Mischung aus Arbeit und Urlaub. Genau in dieser Zeit erhielt er gemeinsam mit seinem Bruder den Auftrag, ein neues Konzept für ein neues Hotel in St. Vigil zu entwickeln. „Wir haben damals gespürt: Hier entwickelt sich ein Trend“, sagt Promberger.
Heute, drei Jahre später, heißt das Ergebnis AMA Stay – und ist ein Aparthotel, das sich auf den arbeitenden Gast spezialisiert hat. Das Hotel liegt im Besitz der Seilbahngesellschaft St.Vigil, Markus Promberger ist der Geschäftsführer des Hotels.
Geht das Konzept auf?
Workationer sind Einzelurlaubende genauso wie Menschen, die im Team anreisen. Auch Familien sind darunter, erklärt Markus Promberger in der neuen Folge des SWZ-Podcasts. Er nennt das Beispiel einer Schweizer Familie, die zwei Wochen in seinem Hotel verbrachte. „In der ersten Woche arbeiteten die Eltern und brachten die Kinder jeden Tag zum Skikurs, in der zweiten ging die Familie dann gemeinsam auf die Piste“, sagt Promberger.
Doch geht das Konzept wirklich auf? „Hätten wir dieses Konzept nicht von Anfang an verfolgt, wäre kein so schnelles Wachstum möglich gewesen“, so der AMA Stay-Geschäftsführer. Und dennoch: Noch wichtiger als Workation ist für das Hotel mittlerweile ein anderes Segment.
MICE-Tourismus: „Wird unterschätzt“
MICE steht für Meetings (Besprechungen), Incentives (Belohnungsreisen), Conferences (Konferenzen) und Exhibitions (Ausstellungen) und meint Reisen, bei denen Menschen aus Unternehmen zusammenkommen, um sich auszutauschen, zu lernen oder gemeinsam etwas zu erleben. Dabei buchen Firmen manchmal auch ein ganzes Hotel. „Der Markt dafür ist sehr groß. Er wird in Südtirol unterschätzt“, sagt Markus Promberger.
Im AMA Stay hat er in den vergangenen Jahren Unternehmen wie Mercedes-Benz, Hewlett Packard oder Hugo Boss begrüßt. „Manche Anfragen mussten wir ablehnen, weil unser Hotel mit 150 Betten nicht groß genug war“, sagt er.
Im Gespräch mit der SWZ erklärt Markus Promberger, warum Hotels heute mehr denn je eine klare Positionierung brauchen und ob das klassische Hotel, das von allem ein bisschen anbietet, noch Zukunft hat. Auch verrät er, wo er sich selbst Inspiration holt.
Neugierig geworden?
Das Gespräch mit Markus Promberger kann über den Player unten angehört werden, aber ebenso hier, über Spotify und Apple Podcasts.
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Neue Folgen gibt es jeden zweiten Mittwoch.
















