Bozen – Der Personalzirkel Südtirol war kürzlich beim Unternehmen Additive in Bozen zu Gast. Rund 40 Personalverantwortliche aus Südtiroler Unternehmen diskutierten das Thema „Active Sourcing“ – also die aktive Ansprache passender Mitarbeiter:innen und die Frage, wie man Menschen gewinnt, die nicht nur fachlich, sondern auch kulturell zum Unternehmen passen.
Wer in Zeiten des Fachkräftemangels Talente gewinnen will, kann nicht mehr auf Bewerbungen warten. So viel steht fest. „Der Fachkräftemangel erfordert, dass wir Kandidatinnen und Kandidaten bereits ansprechen, bevor sie selbst aktiv auf Jobsuche sind“, betont Marianne Nagy, Initiatorin des Südtiroler Personalzirkels.
Wie „Active Sourcing“ bei Additive funktioniert
Wie Additive das macht, erzählten Stefan Hellweger und Tobias Stecher, die im Unternehmen den Personalbereich verantworten: „Talente finden heißt heute, Beziehungen aufbauen – nicht nur Lebensläufe prüfen.“ Additive setzt auf unterschiedliche Werbekanäle, langfristige Kontaktpflege und bleibt im Austausch – auch dann, wenn gerade keine passende Stelle offen ist. „Wir investieren bewusst Zeit in Gespräche, die nicht sofort zu einer Bewerbung führen. Oft entstehen daraus später wertvolle, langfristige Arbeitsbeziehungen“, so Hellweger. Additive ist auf datenbasiertes Onlinemarketing und Softwarelösungen für Hotels spezialisiert und beschäftigt in diesen Bereichen derzeit rund 80 Expertinnen und Experten.
Entscheidend sei Authentizität, meinte Tobias Stecher: „Wir möchten klar zeigen, wer wir sind – damit sich Talente bewusst für uns entscheiden können.“ Auch die Unternehmenskultur spiele eine zentrale Rolle. Flexible Arbeitsmodelle, transparente Kommunikation und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten würden maßgeblich dazu beitragen, dass Beziehungen, die im Sourcing entstehen, langfristig Bestand haben. „Recruiting endet nicht beim Erstkontakt – Kultur und Rahmenbedingungen müssen überzeugen“, fasst Stecher zusammen.
Das ist der Südtiroler Personalzirkel
Der Südtiroler Personalzirkel trägt mit seinen regelmäßigen Treffen seit rund 20 Jahren dazu bei, Südtirols Unternehmen als attraktive Arbeitgeber zu stärken. „Unser Ziel ist es, den fachlichen und persönlichen Austausch zu fördern, einander zu unterstützen und den Blick über den eigenen Tellerrand zu ermöglichen“, so Marianne Nagy.
















