Bozen – 42 Prozent der Südtiroler Arbeitnehmer:innen benötigen von zu Hause bis zum Arbeitsplatz weniger als 15 Minuten. Weitere 31 Prozent schaffen es immerhin innerhalb einer halben Stunde. Lediglich 21 Prozent wenden zwischen 30 und 44 Minuten auf, nur sechs Prozent 45 Minuten oder mehr. Unterm Strich erreichen drei Viertel der Südtiroler Arbeitnehmer:innen ihren Arbeitsplatz innerhalb einer halben Stunde. Das geht aus dem aktuellen Afi-Barometer hervor. Und: Zwei Drittel empfinden das Pendeln als „überhaupt nicht“ oder nur „gering“ belastend.
Maximal 45 Minuten, aber besser 30
Das Arbeitsförderungsinstitut Afi hat zugleich auch abgefragt, wie viel Pendelzeit die Arbeitnehmer:innen bei einem Jobwechsel in Kauf nehmen würden. Das Ergebnis: 57 Prozent wären bereit, 30 Minuten Fahrtzeit auf sich zu nehmen. Weitere 19 Prozent würden hingegen bis zu 45 Minuten akzeptieren. Bei bis zu 60 Minuten spielen nur mehr 15 Prozent der Beschäftigten mit, bei mehr als 60 Minuten neun Prozent.
Was die Arbeitgeber daraus lernen
Für Arbeitgeber bedeutet das im Wettbewerb um Arbeitskräfte: Ihre Mitbewerber liegen vor allem im Umkreis von 30, maximal 45 Minuten. Denn vier von fünf Beschäftigten wollen maximal 45 Minuten pendeln. Zudem kann die Möglichkeit, den einen oder anderen Tag im Homeoffice verbringen zu dürfen, ein Argument sein, eine Arbeitskraft zu gewinnen. Denn allzu viel Zeit fürs Pendeln aufwenden wollen die Südtiroler:innen nicht. Dafür ist ihnen die (Frei-)Zeit zu schade.



















