Bozen – Der Schock saß am Sonntag bei den fünf Partnern und rund 20 Mitarbeitenden des „Studio Rabanser“ mit Sitz in Bozen tief. Kanzlei-Gründer Roland Rabanser war am Samstagabend mit nur 71 Jahren plötzlich zusammengebrochen und verstorben. Am Freitag war er noch ganz normal bei der Arbeit gewesen, und am Samstag hatte er eine Tour mit dem E-Mountainbike unternommen.
Roland Rabanser war keiner, der sich allzu viel bei öffentlichen Anlässen blicken ließ. Umso lieber kümmerte er sich um seine Arbeit und um die betreuten Unternehmen. Das tat er bis zuletzt mit großer Leidenschaft, obwohl er längst hätte den Ruhestand genießen können.
1985 hatte Roland Rabanser gemeinsam mit Heinz Senoner die Kanzlei Senoner-Rabanser gegründet, die aus einer der ältesten Steuerberatungskanzleien der Landeshauptstadt hervorgegangen war. Der Name Senoner-Rabanser stand in der Wirtschafts- und Steuerberatung für eine der ersten Adressen in Bozen. Nach dem ruhestandsbedingten Ausscheiden von Heinz Senoner wurde die Kanzlei ab 2005 mit der Bezeichnung „Studio Rabanser“ weitergeführt. Seit vielen Jahrzehnten betreut die Kanzlei auch die Herausgebergesellschaft der SWZ.
In einem Rundschreiben an die Mandanten und Mandantinnen erinnert sich die Kanzlei an die Werte von Roland Rabanser: „fachliche Kompetenz, Gradlinigkeit und bedingungslose Loyalität“. Er habe sich durch außergewöhnliche Professionalität, unerschütterliche Diskretion und bemerkenswerte Zähigkeit ausgezeichnet. Und weiter: „Er setzte sich stets mit ganzer Kraft für die Interessen seiner Mandanten ein und war ihnen ein loyaler und verlässlicher Partner. In seiner Haltung war er stets gradlinig – kurzum ein ‚grader Michl‘“. Man verliere „nicht nur einen hervorragenden Berater, sondern auch einen loyalen Partner und einen wertvollen Menschen“.
Am Dienstag wird Roland Rabanser in seinem Wohnort St. Ulrich zu Grabe getragen. Er hinterlässt seine Frau und vier erwachsene Kinder.


















