Meran / Czernowitz – Wenn Worte nicht mehr reichen, braucht es Taten. Der Meraner Unternehmer Luis Hillebrand ist mit seinem Team bereits zum vierten Mal aufgebrochen, um konkrete Hilfe in eine Region zu bringen, die seit Jahren unter den Folgen des russischen Angriffskriegs leidet: Czernowitz im Südwesten der Ukraine. Unterstützt wurde er dabei vom Meraner Arzt Dr. Walter Dariz sowie Josef Fleischmann – ein starkes Trio auf einer über 3850 Kilometer langen Reise. Im Gepäck, nicht nur Hilfsgüter, sondern auch ganz viel Menschlichkeit.
„Diese Einsätze zeigen, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Als Südtiroler bin ich stolz, mit Menschen unterwegs zu sein, für die Hilfe keine Frage ist, sondern eine Herzensangelegenheit.“ Luis Hillebrand
Gezielte Hilfe, die ankommt
Czernowitz hat in den vergangenen Jahren rund 70000 Binnenflüchtlinge aufgenommen – eine Belastungsprobe für die gesamte Region. Umso wichtiger ist Hilfe, die nicht irgendwo ankommt, sondern genau dort, wo sie gebraucht wird. Dieses Mal konnte der Investment- und Finanzberater mit seinem Team folgende Hilfsgüter übergeben werden:
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ein neuwertiges Tanklöschfahrzeug, dessen Kauf durch Spendengelder der Freiwilligen Feuerwehr Meran ermöglicht wurde und von vier Mitgliedern überführt wurde.
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ein mobiles Ultraschallgerät
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Medikamente
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sowie Spielzeug, Kleidung, Decken, Handtücher und Hygieneartikel für Kinder
Die Verteilung erfolgte direkt an zentrale Einrichtungen der Stadt:
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die Kinderklinik Czernowitz
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das Kinder- und Soldatentraumazentrum
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die Feuerwehr von Czernowitz, die nun ein modernes Einsatzfahrzeug nutzen kann
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die NGO „Charitable Foundation“, die Flüchtlinge und Krankenhäuser versorgt
Vor Ort wurde die Hilfsaktion von zwei verlässlichen Partnern begleitet: Prof. Dr. Wolodymyr Kuschnery von der Universität Czernowitz sowie Cap. Andrey Yuziak vom Heimatschutz. Sie koordinieren seit Jahren unermüdlich humanitäre Hilfe und leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit und Versorgung ihrer Region
Fünf Tage, 3850 Kilometer
Die Reise war kein einfacher Weg. Der Grenzübertritt dauerte über acht Stunden, die Etappen verlangten dem Team viel ab. Doch was bleibt, ist die tiefe Überzeugung, dass jede Hilfe zählt. Besonders bewegend: die persönlichen Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die voller Würde, Dankbarkeit und Hoffnung sind.
















