Bozen – Der Handwerkerverband lvh begrüßt den kürzlich vom Landtag genehmigten Bildungsomnibus. Besonders positiv seien die neuen Bestimmungen, die Meisterinnen und Meistern aus handwerklichen und gastronomischen Berufen sowie Handelsfachwirten künftig den fachgebundenen Zugang zu Studiengängen der Freien Universität Bozen ermöglichen.
„Damit wird ein langjähriges Anliegen des Handwerks aufgegriffen und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gestärkt“, erklärt der lvh.
Konkret sieht das Gesetz vor, dass Personen mit einem Meisterdiplom zu jenen Studiengängen der Uni Bozen zugelassen werden können, die ihrem beruflichen Fachbereich entsprechen. Der Zugang ist somit auch ohne klassische Matura möglich. Ziel der Neuerung ist es, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erhöhen, die berufliche Ausbildung aufzuwerten und lebenslanges Lernen zu fördern.
Lvh-Präsident Martin Haller sagt: „Der Meisterbrief ist weit mehr als ein Berufsabschluss. Er steht für hohe fachliche Kompetenz, unternehmerisches Denken und jahrelange Praxiserfahrung. Dass Meisterinnen und Meister künftig die Möglichkeit erhalten sollen, ihr Wissen an der Universität weiterzuentwickeln, ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die berufliche Bildung.“
Laut lvh-Direktor Walter Pöhl werden die Anforderungen an Unternehmer:innen und Fachkräfte immer komplexer. „Die Möglichkeit, nach einer Meisterausbildung ein fachnahes Studium aufzunehmen, schafft neue Entwicklungsperspektiven und stärkt die Attraktivität der beruflichen Karrierewege“, meint er.

















