Bozen – Seit genau zehn Jahren ist Thomas Mur der Direktor von Messe Bozen. Für ihn schloss sich damals, Anfang September 2015, ein Kreis, denn Ende der 1990er-Jahre hatte er als Praktikant erste Einblicke in das Messegeschäft erhalten. In den zehn Jahren unter seiner Führung hat sich Messe Bozen gewandelt. Messen sind nach wie vor der Kern der Tätigkeit und machen rund 70 Prozent des Jahresumsatzes aus. Doch immer mehr ist das Messequartier zu einem Ort für verschiedenste Veranstaltungen geworden – heuer werden 284 Belegungstage erwartet. Schließlich will man auch Plattform für Ideen und Start-ups sein – daher das Start-up-Festival „Bolzano Slush’D“, das in diesen Tagen zum zweiten Mal stattfindet.
„Messe Bozen ist ein Ort, an dem persönliche Begegnung Zukunft schafft. Wir sind Schaufenster der Südtiroler Exzellenzen, Inkubator für neue Ideen und Bühne für junge Talente“, fasste Präsidentin Greti Ladurner bei einem Medienfrühstück zusammen.
Messen legen zu
Direktor Thomas Mur nannte Zahlen: Der Umsatz von Messegesellschaften stieg 2024 weltweit im Vergleich zum Rekordjahr 2019 um 17 Prozent, der Umsatz von Messe Bozen legte im selben Zeitraum um 22 Prozent zu. Studien würden zeigen, dass Menschen nach einem Messebesuch von positiven Gefühlen berichten. Der persönliche Austausch habe für das soziale Wesen Mensch eine ganz andere Qualität als das Scrollen in den sozialen Medien, so Mur. Gewissermaßen machen Messen glücklich.
„Wenn es um den Aufbau von Vertrauensbeziehungen geht, sind Live-Events heute der stärkste Kanal im Marketing-Mix“, erklärte Mur.















