Bozen – In weniger als zwei Wochen wählt Südtirol die Mitglieder des neuen Landtages. Seit dieser Woche sensibilisieren der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen und das Frauenbüro des Landes dafür, bei den Wahlen Frauen aktiv zu unterstützen und den weiblichen Kandidatinnen eine Vorzugsstimme zu geben. Dazu werden Radiospots gespielt und es gibt eine Plakat- und Social-Media-Kampagne. „Eine demokratische Gesellschaft lebt von der Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Südtirol kann es sich deshalb schlichtweg nicht leisten, in den politischen Gremien auf die Fähigkeiten und Kompetenzen der Frauen zu verzichten. Denn paritätisch besetzte Gremien treffen bessere Entscheidungen“, ruft Beiratspräsidentin Ulrike Oberhammer in Erinnerung.
Derzeit sind neun der insgesamt 35 Mitglieder des Südtiroler Landtages weiblich, auch in den Gemeinderäten ist lediglich jedes vierte Mitglied weiblich. 14 Bürgermeisterinnen stehen einer der 116 Südtiroler Gemeinden vor (elf Prozent). Im kürzlich vorgestellten Gleichstellungsaktionsplan „Æquitas“ heißt es dazu als Leitsatz des Handlungsfeldes „Beteiligung“: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt in politischen Gremien vertreten, an Entscheidungsprozessen auf Augenhöhe beteiligt und gestalten das politische und gesellschaftliche Leben aktiv mit.“ Um dies umsetzen zu können, brauche es eine starke weibliche Beteiligung bei den Wahlen, sind die Mitglieder des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen überzeugt. „Wir rufen dazu auf, am 22. Oktober wählen zu gehen und bewusst Frauen zu wählen. Denn nur dann ist garantiert, dass alle Teile unserer Gesellschaft in den kommenden fünf Jahren im Landtag und folglich auch in der Südtiroler Landesregierung vertreten sind“, appelliert Oberhammer.















