Bozen – Der Dieselpreis hat wegen des Iran-Krieges vielerorts die Zwei-Euro-Marke überschritten, während der Benzinpreis (noch) darunter liegt. Der Handwerkerverband lvh zeigt sich „zutiefst besorgt“, wie er es in einer Pressemitteilung formuliert. „Die explodierenden Treibstoffpreise setzen das Handwerk unter Druck und drohen für viele Betriebe zu einer erheblichen Belastung zu werden“, so der lvh.
Für das Handwerk seien steigende Treibstoffkosten weit mehr als nur eine Randnotiz: „Sie wirken sich unmittelbar auf Transport, Baustellenlogistik, Dienstleistungen und damit auf die gesamte Kostenstruktur vieler Betriebe aus. Besonders betroffen sind Branchen wie Warentransport, Personentransport, Bau, Installationsbetriebe oder Wartungsdienste, die täglich auf Fahrzeuge angewiesen sind.“
Zusätzlich verschärft werde die Situation durch die hohe steuerliche Belastung von Treibstoffen in Italien. Eine Studie von Confartigianato zeige, dass Italien innerhalb der EU auf Platz eins bei der Dieselverbrauchsteuer liegt. Gleichzeitig sei auch der Preisabstand bei Strom zwischen Italien und dem EU-Durchschnitt besonders hoch – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.
Der lvh warnt neben den unmittelbaren Mehrkosten auch vor langfristigen Risiken: „Steigende Energie- und Treibstoffpreise bremsen Investitionen und erschweren Planungssicherheit für kleine und mittlere Betriebe. Studien zufolge könnten die steigenden Energiepreise italienische Unternehmen bereits im laufenden Jahr mit zusätzlichen Kosten von rund zehn Milliarden Euro belasten.“
Der Handwerkerverband appelliert deshalb an die italienische Regierung, eventuelle Handlungsspielräume rasch zu nutzen. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen drohe eine weitere Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit – „mit spürbaren Folgen für Investitionen, Beschäftigung und die lokale Wirtschaft“.

















