Unterinn – Die Loacker-Gruppe startet ihr erstes Corporate-Venture-Capital-Programm und wird künftig verstärkt in Start-ups investieren. Damit will Loacker „frühzeitig neue Trends, Technologien und Geschäftsmodelle aufgreifen sowie zu Lösungen bei Herausforderungen beitragen, für die der Markt bislang noch keine etablierten Antworten bietet“.
Für das Programm ist ein jährliches Investitionsvolumen von einer Million Euro vorgesehen. Im Fokus stehen innovative Start-ups mit Wachstumspotenzial. Zu den Bewertungskriterien zählen das technologische und industrielle Potenzial der Start-ups, eine solide Finanzlage, die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells sowie die Wachstums- und Skalierbarkeitsperspektiven.
Entscheidend für die Auswahl seien zudem mögliche industrielle und strategische Synergien mit den Kerngesellschaften der Loacker-Gruppe – also in Bezug auf die Waffel- und Schokoladenherstellung sowie die Rohstoffbeschaffung- und -verarbeitung.
Wonach Loacker sucht
Als strategische Investitionsfelder nennt Loacker etwa neue natürliche Inhaltsstoffe, die das sensorische Profil von Lebensmitteln bereichern. Ebenso im Fokus stünden natürliche Alternativen zu traditionellen Zutaten wie Zucker und Milchderivaten sowie Lösungen für eine ausgewogenere Ernährung – etwa durch weniger Kalorien, Allergene oder Alternativen zu herkömmlichen Fetten.

Weitere Schwerpunkte seien Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, indem Ressourcen und Nebenprodukte weiterverwertet werden. Im Bereich Daten und Rückverfolgbarkeit sucht Loacker nach digitalen Systemen oder Automatisierungs- und Robotiklösungen.
Loacker-Vizepräsident Andreas Loacker sagt: „Große Unternehmen und Start-ups bringen unterschiedliche, sich ergänzende Stärken mit. Auf der einen Seite Erfahrung, industrielle Kompetenz und Marktkenntnis – auf der anderen Seite Geschwindigkeit, Spezialisierung und neue Perspektiven.“
Die ersten unterstützten Start-ups
In den vergangenen Monaten hat Loacker bereits ein Portfolio mit ersten Start-up-Beteiligungen aufgebaut. Dazu gehören Dr. Taste und Endless Food. Dr. Taste kombiniert neurowissenschaftliche, sensorische und marktbezogene Daten, um Verbraucherreaktionen besser zu verstehen und vorherzusehen. Endless Food entwickelt alternative Schokoladenzutaten, die durch die Verwertung von Lebensmittelnebenprodukten gewonnen werden.


















