Bozen – Wegen der hohen Treibstoffpreise haben italienische Transportunternehmen am Montag mit Protestmaßnahmen begonnen. Viele Lkw bleiben stehen. Auch einige Südtiroler Betriebe beteiligen sich an Protestaktionen und angekündigten Stillständen, wie die Berufsgruppe der Transporteurinnen und Transporteure im Handwerkerverband lvh erklärt. „Nicht aus Prinzip, sondern aus Notwendigkeit“, betont der Obmann Alexander Öhler.
Er warnt: „Viele unserer Betriebe arbeiten aktuell nicht mehr wirtschaftlich – sie funktionieren nur noch.“ Diesel mache rund 30 Prozent der Kosten aus. Steigt der Preis, gerate das System ins Wanken.
Öhler erläutert die Situation: „Die meisten unserer Verträge sind fix. Das heißt: Die Preise steigen, aber wir können sie nicht weitergeben. Ein Lkw tankt rund 500 Liter. Steigt der Dieselpreis um 40 Cent, kostet eine Tankfüllung mehrere hundert Euro mehr. Auf das Jahr gerechnet summieren sich die Mehrkosten auf fünfstellige Beträge pro Fahrzeug. Für viele Betriebe bedeutet das: Sie finanzieren die Preissteigerung vor – ohne Garantie, sie zurückzubekommen. Gerade kleine Unternehmen bleiben auf diesen Kosten sitzen.“
Nun protestiere man, weil man keine andere Möglichkeit mehr sehe. „Der Protest richtet sich nicht nur an die Politik, sondern auch an den Markt“, erklärt Alexander Öhler: „Unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber müssen verstehen, dass wir diese Mehrkosten nicht dauerhaft tragen können. Es braucht Anpassungen und ein Entgegenkommen. Es geht nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Kostendeckung.“
















