Bozen – Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft (LHG) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 113 Millionen Euro abgeschlossen. Er liegt um 1,3 Prozent über dem Wert von 2024. „Trotz eines zurückhaltenden Konsumverhaltens in Italien und in Europa konnten wir damit unseren Wachstumskurs fortsetzen“, so die Genossenschaft.
Besonders deutlich zeige sich die stabile Entwicklung bei den Mitgliederzahlen: Im Jahr 2025 traten der LHG rund 900 neue Mitglieder bei. „Das ist der höchste Zuwachs der vergangenen zehn Jahre“, erklärt Präsident Leo Tiefenthaler. Zum Jahresende zählte die Genossenschaft insgesamt 11.672 Mitglieder.
Mehr Digitalisierung
Ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres habe auf Investitionen in Strukturen, Technik und digitale Dienstleistungen gelegen: „Zu den wichtigsten Projekten zählten die laufende Modernisierung und Erweiterung des Futtermittelwerks, der Baubeginn der neuen Filiale in Neumarkt mit geplanter Sprüher- und Traktorwaschanlage, die Einführung einer neuen Verwaltungssoftware sowie die Weiterentwicklung der LHG-App.“
„Die Digitalisierung“, so Direktor Klaus Gasser, „soll den landwirtschaftlichen Betrieben einen konkreten Nutzen bringen. Mit diesen Angeboten wollen wir Abläufe im Alltag einfacher und effizienter machen.“
Der LHG-Verwaltungsrat hat entschieden, die Unterstützung für Hofübernehmende und Hofgründer:innen fortzuführen. Die 2016 gestartete Starthilfe wurde 2025 von rund 100 Junglandwirten und -landwirtinnen in Anspruch genommen.
Schwieriges Umfeld
Für das laufende Jahr rechnet die LHG weiterhin mit einem anspruchsvollen Umfeld: „Konjunkturelle Unsicherheiten, geopolitische Spannungen sowie klimatische und witterungsbedingte Faktoren bleiben für die Entwicklung im Agrar- und Gartenmarkt von Bedeutung.“ Durch eine solide finanzielle Basis und laufende Investitionen sieht sich die LHG gut aufgestellt.
















