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Leben Totgesagte wirklich länger?

35 Jahre lang waren Anleihen rentable und ziemlich sichere Anlageprodukte. Doch die Anzeichen für ein Ende dieses Trends mehren sich tagtäglich, trotzdem investiert der Durchschnitts­italiener nach wie vor ein Viertel seines Vermögens in Anleihen. Das birgt Gefahren.

Südtiroler Wirtschaftszeitung von Südtiroler Wirtschaftszeitung
17. Februar 2017
in Geld
Lesezeit: 5 mins read

Es war wie immer. Anfang Februar verfolgte ganz Amerika – und nicht nur Amerika – gebannt den Super Bowl, das Finale der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL. Die New England Patriots siegten in der Overtime gegen die Atlanta Falcons. Aber um das Ergebnis soll es hier nicht gehen – sondern viel mehr darum: Football-Spieler schützen sich mit Protektoren aller Art, um unversehrt aus dem sportlichen Kampf herauszukommen. Sie wissen, dass es auf dem Spielfeld turbulent und hart zugeht. Auch Investoren wissen, dass es turbulent und hart zugeht auf den Anlagemärkten. Oder doch nicht? Unterlassen sie einen adäquaten Schutz?

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und einen Blick in die Zukunft, um uns für möglicherweise sehr unangenehme Jahre in einem beliebten Investmentsegment vorzubereiten. Staatsanleihen oder auch Unternehmen- und Bankanleihen waren 35 Jahre weltweit ein äußerst rentables und auch relativ sicheres Anlageprodukt. Mit diesem „Samthandschuhe-Superbowl“ könnte es aber vorbei sein.

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Erinnern wir uns an 1981: In jenem Jahr stellte IBM seinen ersten Personal Computer vor, auf Papst Johannes Paul II. wurde ein Attentat verübt, im Iran ging die mehrjährige Geiselnahme einer Gruppe amerikanischer Bürger zu Ende. Und in der Finanzwelt? Damals konnte noch niemand erahnen, dass 1981 als das Jahr in die Geschichte eingehen würde, in welchem ein 35-jähriger Bullenmarkt mit anhaltend steigenden Börsenkursen seinen Anfang nehmen würde. Mit anderen Worten: Hätten Sie ab 1981 immer wieder langfristige Staats- oder Unternehmensanleihen zum Ausgabepreis von 100 oder mehr angekauft, hätten Sie jedes Jahr äußerst fette Zinsausschüttungen auf ihr Kontokorrent überwiesen bekommen. Hätten Sie Ihre Anleihen vor ihrem natürlichen Laufzeitende am Markt verkauft – (weitere) fette Kapitalgewinne wären der Fall gewesen.

Dieses Goldilock-Szenario (dieser amerikanische Begriff stammt aus dem Märchen „Goldlöckchen und die drei Bären“ und wird im Finanzjargon sehr gerne zur Kennzeichnung einer besonders positiven wirtschaftlichen Situation verwendet, welche Anlegern die „Bären“ oder „Bears“, das heißt negative Börsenmarktentwicklungen, vom Leibe hält) dauert nun schon satte 35 Jahre an, wenn auch mit kleinen Unterbrechungen. Ein noch nie dagewesenes Phänomen! Und gerade deshalb ist äußerste Vorsicht angebracht.

Der wichtigste Auslöser für solch starke Renditen war wohl die Ölkrise der 1970er Jahre, die Inflation und Zinsen in die Höhe schnellen ließ. Einige von uns können sich bestimmt noch an die autofreien Sonntage und die leeren Autobahnen erinnern, die uns die einmalige Chance boten, alle Straßen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Dieser wirtschaftliche Wendepunkt ließ die Renditen über Jahre hinweg stetig steigen – gleichzeitig fielen die Preise, denn die Anleihewerte verhalten sich genau gegensätzlich zu den Anleiherenditen, das heißt, wenn Preise steigen, fallen Renditen, und umgekehrt.

Und genau im Jahre 1981 war dann der Höhepunkt erreicht: Die Rendite für eine zehnjährige amerikanische Anleihe (Treasury bond) erreichte mit mehr als 16 Prozent den absoluten Höhepunkt. Seitdem ging es nur mehr talabwärts – und deshalb für die Preise bergaufwärts. Jahrein, jahraus, 35 Jahre lang.

Wie in der Graphik ersichtlich, gab es vor allem vier Momente, in denen der Rendite-Talfahrt – fälschlicherweise – das Ende vorausgesagt wurde:

  • 1984 zeigte erbarmungslos, wie schnell Investoren in einem scheinbar „risikolosen” Investment sehr viel Geld verlieren können. Damals unverständlich, weil die Inflation bei Weitem tiefer lag als noch wenige Jahre zuvor, schnellten die Renditen nach oben. Heute wissen wir: Wenn die Inflation steigt, suchen Investoren eine höhere Rendite, um sich so vor einem reellen Verlust abzuschotten. Weitere Auslöser waren wahrscheinlich eine unsichere wirtschaftliche Prognose sowie die amerikanische Bankenkrise.
  • Im Frühjahr 1994 zog die amerikanische Notenbank Fed kräftig die Zinsen an – die Wirtschaftsaussichten hatten sich gebessert, die Ölpreise stiegen. Der „carry trade“, eine sehr verbreitete Investitionsmethode, die Ungleichheiten bzw. Ineffizienzen bei Börsenwerten ausnützt (in diesem Falle nehme ich als Anleger einen Kredit zu niedrigen Zinskonditionen auf und lege dieses Geld in höher verzinsten Anleihen an), war aufgrund eines großen Renditeunterschiedes zwischen lang- und kurzfristigen Anleihen sehr verbreitet. Nachdem die Fed die Zinsen nach oben zog, mussten viele (institutionelle) Anleger mehr Kapital hinterlegen. Ein massiver Verkauf von Anleihen war die Folge.
  • Zwei weitere wichtige Zeiträume waren 2000/2001 (nach dem Platzen der Internetblase und schließlich dem Anschlag auf die TwinTowers in New York), in welchem die Notenbanken mit gesenkten Leitzinsen auf das neue Umfeld reagierten, und 2007, mit dem krisengeschüttelten Darlehensmarkt in den USA (Subprime-Krise). Spätestens ab diesem Zeitpunkt entschieden sich die Notenbanken für einen künstlich tief gehaltenen Leitzins als einzige Lösung – ein Trend, der bis heute anhält bzw. bis vor Kurzem angehalten hat. Wobei eben das die Frage ist: Bis heute oder bis vor Kurzem?

Tatsache ist, dass der durchschnittliche Italiener noch immer rund 25 Prozent seines Vermögens in Staats- und Unternehmensanleihen hält, wobei die Hälfte davon in Bankanleihen investiert ist – weniger als sein deutscher und mehr als sein amerikanischer Gleichgesinnter. Ein Viertel seines Vermögens ist zwar schon etwas weniger, als der Durchschnitts-Italiener noch vor einigen Jahren in Anleihen angelegt hatte – Grund dafür sind eben die immer magereren Zinsen, die Schwierigkeiten der Banken, ihre Anleihen dem Kunden schmackhaft zu machen, der Banken Not, die Dienstleistungsmarge durch kommissionsträchtige Geschäfte nach oben zu kurbeln –, aber bei Weitem zu viel, wenn dem Segment der falsche Arzneizettel beigelegt wurde.

Mit Gewissheit können wir heute schon das Jahr 2017 mit drei wichtigen Kennzeichen versehen:

a) politische und immens wichtige Neuwahlen in mehreren europäischen Ländern, u.a. in Frankreich und Deutschland, stehen an;

b) erstmals seit Jahren bestätigt der Internationale Währungsfonds IWF, dass sich die wirtschaftlichen Daten auf globaler Ebene verbessern;

c) und die Kehrtwende der Inflationserwartungen – auch in Europa.

Wenn uns auch die erklärten makroökonomischen Faktoren der vorhergegangenen Jahrzehnte eine Lehre sind und wir den Unkenrufen großer institutioneller Investoren glauben wollen, dann dürfte es mit dem 35 Jahre anhaltenden Goldilock-Szenario dennoch wohl endgültig vorbei sein.

Institutionelle Investoren haben sich schon vor geraumer Zeit mit dem Thema befasst, „Otto Normalverbraucher“ hingegen noch nicht. Er beharrt weiterhin störrisch auf seinem Anteil an Anleihen, vor allem weil er noch immer der Meinung ist, dass diese risikolos und fern von Volatilität wären. Kein Wunder, es ist dieser Ohrwurm, der uns nun schon ganze 35 Jahre vorgeträllert wird, und der auch einem Schwerhörigen das Hören beigebracht hätte.

Anleihen mit langfristiger Fälligkeit werden im Vergleich mit einer, die in wenigen Monaten oder Jahren fällig ist, weitaus mehr durch die Zinssatzänderungen beeinflusst. Das heißt, eine Zehnjahresanleihe verliert wahrscheinlich mehr an Wert, wenn die Zinssätze steigen, als dies bei einer Zweijahresanleihe der Fall ist. Auch ist es durchaus möglich, dass eine Anleihe mit variablem Zinssatz weniger an Wert verliert als eine festverzinste Anleihe – und damit geht die Regel einher: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko.

Und schließlich genügt doch ein kurzer Blick auf die beigestellte Grafik, welche die Sprunghaftigkeit einer scheinbar risikolosen Niedrigpulsfrequenz-Anleihe erklärt. Anzeichen genug, um sich für die Zukunft zu wappnen, denn der eine oder andere Anleger investiert (oder hält) doch einen großen Anteil seines Kapitals – und das durchaus gerne – in Anleihen. Grund: Diese Investoren „fürchten“ sich vor Aktien – fälschlicherweise. Und stürzen sich damit genau in die offenen Arme jener Gefahren, die sie eigentlich unbedingt vermeiden wollen: Risiko, Volatilität und Kapitalverlust.

35 Jahre sind eine zu lange Zeit, und Totgesagte leben nicht immer länger. Deshalb wäre es vielleicht angebracht, sich vom Altbewährten zu trennen und die Bedenken zu Aktieninvestments zur Seite zu legen. Mit einer gehörigen Basisportion an Diversifikation, tiefgreifender Analyse, globaler Reichweite und ein bisschen Mut können wir so die nächsten 35 Jahre bestimmt positiv (er)leben. Und Football spielen…

35 Jahre Preisanstieg = 35 Jahre Renditefall – und jetzt?

Der Autor: Simon Kofler ist seit 20 Jahren im Finanzsektor – vor allem im Ausland (New York, London) – tätig, ab 2010 war er für sechs Jahre als Verantwortlicher des Private Banking und Investmentkomitees bei der Südtiroler Sparkasse. Seit Anfang Mai 2016 ist der Brixner als Manager für die Banca Mediolanum (mit Hauptsitz in Mailand) tätig. In seinem hier abgedruckten SWZ-Gastkommentar gibt er seine persönliche Meinung wieder.

Schlagwörter: 07-17freenomedia

Ausgabe 07-17, Seite 17

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