Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am Dienstag bei der Behandlung des Nachtragshaushaltes im zuständigen Gesetzgebungsausschuss des Landtages angekündigt, für das Jahr 2027 den regionalen IRPEF-Zuschlag zu senken. Die entsprechende Änderung soll im Herbst in das neue Haushaltsgesetz einfließen.
Man wolle niedrige und mittlere Einkommen entlasten, zitiert die Tageszeitung „Dolomiten“ den Landeshauptmann. Es werde an eine zusätzliche Einkommensstufe bis 60.000 Euro und erhöhte Kinderfreibeträge gedacht. Die Rede ist von einer möglichen Ersparnis von einigen hundert Euro pro Jahr.
Aus der Wirtschaft kommen positive Reaktionen. Der Unternehmerverband spricht von einem positiven Signal: „Steuerentlastungen sind die einfachste und effizienteste Unterstützung“, sagt Präsident Alexander Rieper. Die Senkung des IRPEF-Zuschlags garantiere den Mitarbeitenden mehr Netto vom Brutto, stärke die Kaufkraft und trage zur Wettbewerbsfähigkeit Südtirols bei.
„Dasselbe Prinzip sollte aber auch auf die Unternehmen angewandt werden, etwa bei der IRAP“, fordert der Unternehmerverband. Im Trentino etwa liege der IRAP-Steuersatz für alle Unternehmen bei 2,68 Prozent. Zusätzlich seien weitere Begünstigungen für besonders vorbildliche Unternehmen vorgesehen.
Arno Kompatscher hat in den vergangenen Monaten bereits angekündigt, ein IRAP-Anreizsystem auf die Beine zu stellen. Die SWZ berichtete über die Pläne.



















