Bozen – Als Anfang der 2000er-Jahre schön langsam Energieeinsparungen und nachhaltige Bauweisen zum Thema wurden, wurde im Rahmen der damaligen Fachmesse „Bauschau-Lignomec“ in Bozen eine Schau für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen ins Leben gerufen. Das war 2005. Im selben Jahr beschloss die Landesregierung neue Energiesparstandards: Das Südtiroler Klimahaus war geboren. Zugleich war dies endgültig das Zeichen, dass sich das Thema eine eigene Fachmesse verdient. Und so fand 2006 erstmals die eigenständige Fachmesse Klimahouse statt.
Genau 20 Jahre sind seither vergangen. Die Klimahouse hat sich längst etabliert. Die Bilanz diesmal: „Mit über 400 Ausstellern und 27.000 Eintritten bestätigt Klimahouse 2026 ihre Position als zentrale Plattform für verantwortungsbewusstes und energieeffizientes Bauen in Italien“, schreibt Messe Bozen in einer Aussendung.
Im Fokus der Veranstaltung habe diesmal eine zentrale Frage gestanden, so Messe Bozen: Ist Nachhaltigkeit in der Baubranche angesichts steigender Kosten und regulatorischer Anforderungen noch leistbar? Die Antwort, die auf dem Klimahouse Congress von rund 600 Fachleuten deutlich formuliert worden sei: Ja, aber nur durch verstärkte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure im Ökosystem des verantwortungsvollen Bauens.
Erstmals rückten bei der Fachmesse Klimahouse heuer die künstliche Intelligenz und die Robotik im Bauwesen in den Mittelpunkt. Zudem präsentierten 20 Start-ups marktreife Lösungen.
Südtiroler Sieg beim „Wood Architecture Prize“
Im Rahmen der Fachmesse wurde auch zum vierten Mal der „Wood Architecture Prize“ an beispielhafte Holzbauten vergeben. Eines der drei ausgezeichneten Projekte trägt eine Südtiroler Handschrift, und zwar jene von Roland Baldi Architects. Das 2025 verwirklichte multifunktionale Gebäude in Barbian wurde mit PNRR-Mitteln realisiert.
Der Termin für die nächste Klimahouse steht schon: Es sind die Tage vom 27. bis 31. Jänner 2027.



















