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Bozen – Künstliche Intelligenz und Telemedizin sollen das Gesundheitswesen modernisieren. Südtirol baut die digitale Gesundheitsversorgung im Rahmen des staatlichen Wiederaufbauplans PNRR weiter aus. Laut Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Hubert Messner liegen die Einführung einer nationalen KI-Plattform für Hausärzte sowie der Ausbau der Telemedizin im Zeitplan. Der reale Praxiseinsatz der KI beginnt allerdings erst 2026 in einer italienweiten Testphase – Ergebnisse stehen also noch aus.
„Künstliche Intelligenz kann den Arbeitsalltag der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner deutlich erleichtern – von der Analyse klinischer Daten bis zur Unterstützung bei Entscheidungen.“ Hubert Messner

Die nationale KI-Infrastruktur wird derzeit unter Leitung der staatlichen Agentur AGENAS aufgebaut, die Planungsphase ist abgeschlossen. Ab 2026 sollen 1.500 Allgemeinmediziner in ganz Italien die Plattform testen, darunter zehn Ärztinnen und Ärzte aus Südtirol, die in vernetzten Gruppenmedizinen arbeiten. Messner formuliert den Anspruch klar: „Künstliche Intelligenz kann den Arbeitsalltag der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner deutlich erleichtern – von der Analyse klinischer Daten bis zur Unterstützung bei Entscheidungen. Dabei ist für uns zentral, dass alle Patientendaten geschützt, sicher und vollständig datenschutzkonform verarbeitet werden. Deshalb bauen wir eine eigene Plattform auf.“ Ob und wie stark die Entlastung im Alltag spürbar wird, muss der Test erst zeigen.
„Die Möglichkeit zur Teleberatung sowie der Zugriff auf Livedaten eröffnen den Ärztinnen und Ärzten völlig neue Möglichkeiten der Überwachung und Begleitung. “ Hubert Messner
Parallel erhält der Südtiroler Sanitätsbetrieb 3,36 Millionen Euro aus dem PNRR-Fonds, um die lokale Telemedizinplattform national anzubinden, Software weiterzuentwickeln und telemedizinische Geräte anzukaufen. Künftig sollen vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen über Televisiten, Beratung und Telemonitoring begleitet werden, wobei Gesundheitsdaten in Echtzeit an die behandelnden Ärzte übermittelt werden sollen. Messner betont auch hier die Perspektive: „Telemedizin ermöglicht eine kontinuierliche und flexible Betreuung – gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Möglichkeit zur Teleberatung sowie der Zugriff auf Livedaten eröffnen den Ärztinnen und Ärzten völlig neue Möglichkeiten der Überwachung und Begleitung. Das stärkt sowohl die Versorgungsqualität als auch die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten.“
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