Bozen – Ein neues Kapitel der digitalen Transformation hat in Südtirol begonnen. Mit der Eröffnung des Laboratoriums für künstliche Intelligenz (Siag lab.ai) im NOI-Techpark setzt das Land gemeinsam mit der Inhouse-Gesellschaft Südtiroler Informatik AG (Siag) ein starkes Signal: Forschung, Weiterbildung und praxisnahe Lösungen sollen hier verschmelzen – zu einem Ort, an dem Zukunft greifbar wird.
Schon bei der Eröffnung am 2. Oktober wurde klar: Dieses Labor ist mehr als ein physischer Raum. Es ist eine Plattform für Verantwortung und Innovation, auf der sich Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft begegnen sollen.
„Die Künstliche Intelligenz ist da und es gibt nur einen Weg, nämlich sie sich zu Nutzen zu machen.“ Arno Kompatscher

„Die Künstliche Intelligenz ist da und es gibt nur einen Weg, nämlich sie sich zu Nutzen zu machen“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher in seiner Eröffnungsrede. Er stellte klar, dass Südtirol KI nicht nur einsetzen, sondern dies verantwortungsvoll und im Einklang mit Normen und ethischen Prinzipien tun wolle.
Dass Südtirol dabei nicht Zuschauer, sondern Gestalter sein muss, unterstrich Johannes Schneebacher, Präsident des Siag-Verwaltungsrates: „Südtirol hat sich dafür entschieden, die Zukunft mit einer ethischen, sicheren und transparenten künstlichen Intelligenz zu gestalten, die echten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen schafft.“
Drei Kernbausteine
Für den notwendigen Rahmen präsentierte Josef Hofer, Leiter der Abteilung Informatik, die strategischen Leitplanken. Südtirol setzt auf drei Säulen:
1. eine multilaterale Governance für klare Regeln – also ein gemeinsames Regelwerk, das von Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und weiteren Partnern getragen wird, um den Einsatz von KI transparent, fair und nachvollziehbar zu gestalten,
2. ein Kompetenzzentrum,
3. eine Agentur für digitale Transformation.
„Jede Transformation beginnt mit einer Vision, aber erst die Fähigkeit, sie in Regeln, Prozesse und Kompetenzen zu übersetzen, macht sie konkret.“ Josef Hofer
Wie sich diese Strategie im Labor manifestiert, erläuterte Alessio Trazzi, Chief of Artificial Intelligence Officer der Siag: „Es geht nicht nur um einen physischen Raum, sondern um eine dynamische Umgebung, in der Universitäten, Forschungszentren, Unternehmen und Institutionen zusammenarbeiten, um Ideen in Lösungen zu verwandeln.“

Auch die breite Zugänglichkeit ist Teil der Vision: Das Laboratorium soll Unternehmen als Anlaufstelle dienen, Bürgerinnen und Bürgern Weiterbildungsmöglichkeiten bieten – und sogar Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit KI nahebringen. „Nicht zuletzt soll es auch Schülerinnen und Schülern dienen, um einen korrekten Umgang mit der Künstlichen Intelligenz zu erlernen“, ergänzte Stefan Gasslitter, Generaldirektor der Siag.
Partnerschaft mit Microsoft
Dass Bozen zunehmend als Innovationsstandort wahrgenommen wird, bestätigte Kim Nguyen, Senior Vice President der Bundesdruckerei: „Bozen ist heute ein Innovations-Hotspot für die öffentliche Verwaltung.“
„Die Zusammenarbeit mit Siag ist ein starkes Signal: Wir wollen gemeinsam eine KI zum Nutzen der Gemeinschaft aufbauen, basierend auf ethischen Grundsätzen und zukunftsorientiert.“ Vincenzo Esposito
Ein Höhepunkt des Tages war die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Siag und Microsoft, vorgestellt von Vincenzo Esposito. Für den Microsoft-Manager ist die Partnerschaft ein starkes Zeichen: „Die Zusammenarbeit mit Siag ist ein starkes Signal: Wir wollen gemeinsam eine KI zum Nutzen der Gemeinschaft aufbauen, basierend auf ethischen Grundsätzen und zukunftsorientiert.“















