Tramin – Rund 500 Mitglieder, Mitarbeitende und Ehrengäste haben der Segnung des neuen Produktionsgebäudes der Kellerei Tramin beigewohnt. Mit der Feier wurde der Schlusspunkt unter das wichtigste Investitionsvorhaben der 128-jährigen Kellereigeschichte gesetzt.
Zur Erinnerung: Mit der Neugestaltung der Kellerei Tramin im Jahr 2010 nach den Plänen von Architekt Werner Tscholl entstand ein architektonisches Wahrzeichen. Der Bereich der Traubenannahme und Weinverarbeitung blieb jedoch unverändert, wodurch ein deutlicher Kontrast zwischen der repräsentativen Architektur der Kellerei und den funktional geprägten Bereichen der Verarbeitung bestehen blieb. Die nun ebenfalls von Werner Tscholl geplante Erweiterung vollendet das architektonische und funktionale Gesamtkonzept der Kellerei.
Zwei unterirdische Stöcke
Der überwiegende Teil des Neubaus wurde auf zwei unterirdischen Geschossen errichtet und nutzt weitgehend bereits versiegelte Flächen. Im Zuge der Erweiterung wurde auch die bestehende Photovoltaikanlage deutlich ausgebaut. Damit können künftig rund zwei Drittel des Eigenstrombedarfs der Kellerei gedeckt werden, teilt die Kellerei Tramin mit.
Prägendes Gestaltungselement ist die neue Halle mit ihrer Hülle aus unterschiedlich grünem Profilglas. Ergänzend wurden die unterirdischen Gebäudeteile angeschüttet und mit Reben bepflanzt.
„Mit der Erweiterung wurden die Voraussetzungen geschaffen, um den hohen Qualitätsanspruch in der Weinproduktion langfristig zu sichern“, teilt die Kellerei mit. Und weiter: „Die neuen Kapazitäten und die auf die Produktionsabläufe abgestimmte Architektur ermöglichen eine rasche, flexible und besonders schonende Verarbeitung der Trauben – selbst dann, wenn Witterungseinflüsse eine gleichzeitige Lese vieler Parzellen erfordern.“ Dadurch könne jede Lage und jede Rebsorte zum optimalen Zeitpunkt verarbeitet und individuell vinifiziert werden.
Die Kellerei Tramin
Die 1898 gegründete Genossenschaft zählt rund 160 Mitgliedsfamilien vorwiegend aus den Gemeinden Tramin, Montan, Neumarkt und Auer. Mit dem Gewürztraminer „Epokale“ schrieb sie ein Stück italienische Weingeschichte: Der Jahrgang 2009 erhielt von „Robert Parker’s Wine Advocate“ die Höchstnote. Damit erhielt erstmals ein Weißwein aus Italien die maximale Bewertung von 100 Punkten.


















