Bozen – Erstmals seit über einem Jahr ist die Inflation in Südtirol wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Im Oktober lag sie laut der monatlichen Erhebung der Gemeinde Bozen (es gibt keine südtirolweite Erhebung) bei 1,9 Prozent. Zuvor betrug die Teuerungsrate stets etwas mehr als zwei Prozent.
Den größten Einfluss auf das weiterhin gestiegene Preisniveau hatte im Oktober einmal mehr das Gastgewerbe mit plus 5,5 Prozent. Sowohl Beherbergungs- als auch Gastronomiebetriebe haben ihre Preise gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöht.
Lebensmittel sind ebenfalls überdurchschnittlich teurer geworden. Dabei stechen vor allem Kaffee und Kakao hervor, mit plus 21,6 bzw. 17,6 Prozent. Das ist kein Südtiroler, sondern ein weltweites Phänomen, denn bei beiden Rohstoffen gibt es Ernteausfälle bei steigender Nachfrage und steigenden Kosten. Angesichts der höheren Kakaopreise wurde auch Schokolade in Südtirol zuletzt im Jahresvergleich um 12,5 Prozent teurer.
Klare Preisanstiege verzeichneten auch Fleisch mit – je nach Tierart – um die plus zehn Prozent und Vollmilch mit plus 9,4 Prozent.
Eine gute Nachricht: Gas (minus 17,3 Prozent) und Strom (minus 7,6 Prozent) wurden im Oktober klar günstiger und hielten die Gesamtinflation damit in Grenzen.
















