Bozen – Kürzlich fand die Vollversammlung der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol bei Alber AG in Lana statt. Zwei Unternehmen berichteten dort über ihre Erfahrungen in Bezug auf die Nachfolge.
Gastgeber Wolfgang Alber sprach über das Unternehmen Alber AG. Der Socken- und Strumpfhosenhersteller, zu dem u.a. die Marke alber’s gehört, wandelte sich von einem rein familiengeführten zu einem managementgeführten Familienunternehmen. Wolfgang Alber betonte die Notwendigkeit, Eigentum, Kontrolle und Führung des Unternehmens klar voneinander zu trennen. Zudem seien eine geeignete Organisationsstruktur sowie klare und verbindliche Regeln entscheidend. „Auf diese Weise lassen sich Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse professionalisieren und die langfristige Zukunft des Familienunternehmens sichern“, so Alber.
Anschließend gab Stefan Zingerle, Geschäftsführer der Zingerle Group AG, zu der u.a. der Zeltverleiher Mastertent gehört, gab anschießend einen Einblick in seine ganz persönliche Erfahrung: „Bereits als kleines Kind war für mich klar, dass ich eines Tages das Familienunternehmen führen möchte.“ Ende 2025 übernahm er als Mehrheitsbeteiligter gemeinsam mit seinen Geschwistern das Unternehmen von seinem Vater, der dies in zweiter Generation geführt hatte. Auf dem Weg dorthin wurde die Familie von einem auf Unternehmensübergabe spezialisierten Berater begleitet, ebenso wie von einem Notar und einem Wirtschaftsberater. „Zentral war die Familienverfassung, mit der wir alle Fragen – von Banalitäten bis zum Erbfall – geregelt haben. Damit haben wir bereits den Rahmen gebaut, der den Weg für die vierte Generation ebnet.“


















