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Italiens Schattenwirtschaft wächst weiter – trotz Regierungsversprechen

SCHATTENWIRTSCHAFT – Drogen, Prostitution, aber auch Schwarzarbeit und nicht deklarierte Beträge: Die Schattenwirtschaft in Italien wird auf über 200 Milliarden Euro jährlich geschätzt – zehn Prozent des Bruttoinlands­produktes. Und der Trend zeigt nach oben. Aber es gibt eine gute Nachricht.

Silvia Santandrea von Silvia Santandrea
30. Oktober 2025
in Italien
Lesezeit: 3 mins read

Haupttreiber sind nicht oder unvollständig deklarierte Beträge, die laut Istat 108,17 Milliarden Euro ausmachen. (Foto: Shutterstock/Fotos1501gpr)

Rom – Trotz politischer Beteuerungen bleibt Italiens Schattenwirtschaft auf hohem Niveau. Und sie wächst weiter. Laut dem kürzlich veröffentlichten Bericht „L’economia non osservata nei conti nazionali“ des nationalen Statistikinstitutes (Istat) belief sich der Umfang der Schattenwirtschaft im Jahr 2023 auf rund 217,5 Milliarden Euro. Das entspricht 10,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird nicht müde, die Bemühungen und Erfolge der Regierung im Kampf gegen Steuerhinterziehung und illegale Geschäfte zu betonen. „Dies ist die Regierung, die in der Geschichte die besten Ergebnisse im Kampf gegen Steuerhinterziehung erzielt hat“, sagte sie im Juni auf einer Veranstaltung des Nationalrats der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Die Istat-Daten zeichnen jedoch ein anderes Bild: Die Schattenwirtschaft legt weiter zu. 2022 wurde sie auf 202,4 Milliarden Euro geschätzt, ein Jahr später waren es die erwähnten 217,5 Milliarden. Auch nahm der Anteil der verborgenen Geschäfte am BIP (leicht) zu: von 10,1 Prozent auf 10,2.

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Drogenhandel und Prostitution

Wie aber setzen sich die Einnahmen zusammen? Einen Teil erwirtschaften die Akteure der Schattenwirtschaft mit illegalen Tätigkeiten – Drogenhandel, Prostitution oder Tabakschmuggel zum Beispiel. Auch nicht autorisierte Anbieter von Gütern oder Dienstleistungen, die zwar legal wären, allerdings nicht regulär registriert sind, fallen in diese Kategorie. Ein Beispiel hierfür sind Dienstleistungen im Bereich Transport, die nicht gemeldet werden.

Aus illegalen Tätigkeiten wurden 2023 laut dem Istat-Bericht geschätzt 19,97 Milliarden Euro umgesetzt, allein aus Drogenschmuggel 15,3 Milliarden Euro.

Aus illegalen Tätigkeiten wurden 2023 laut dem Istat-Bericht geschätzt 19,97 Milliarden Euro umgesetzt, allein aus Drogenschmuggel 15,3 Milliarden Euro (siehe Info zur Frage, wie das Istat diese Zahlen ermittelt). Das entspricht weniger als einem Prozent des BIP. Der weitaus größere Teil wird mit legalen, aber für den Fiskus unsichtbaren Tätigkeiten umgesetzt.

Den Bärenanteil machen legale Geschäfte aus

Die Umsätze aus legalen Tätigkeiten beliefen sich auf 197,6 Milliarden Euro, rund 14,9 Milliarden Euro mehr als 2022. Ihr Anteil am BIP wächst: 2023 machten die Umsätze 9,2 Prozent aus, 2022 hingegen noch 9,1 Prozent. Und 2021 lag ihr Anteil bei 9,0 Prozent des BIP.

Haupttreiber sind nicht oder unvollständig deklarierte Beträge, die laut Istat 108,2 Milliarden Euro ausmachen. Auch hier zeigt die Tendenz nach oben. Beispiele hierfür sind Handwerkerleistungen, die nicht oder nur teilweise auf Rechnung bezahlt werden. Oder Getränke an der Bar, für die kein Kassazettel ausgestellt wird.

Wie zu erwarten, fällt die Schattenwirtschaft nicht in jeder Branche gleichermaßen ins Gewicht. Im Handel, Verkehr, in der Beherbergung und der Gastronomie macht sie 18,8 Prozent der Bruttowertschöpfung aus, in der Bauwirtschaft 16,5 Prozent. Interessanterweise ging der Anteil der Schattenwirtschaft sowohl im Baugewerbe (minus 1,1 Prozentpunkte) als auch in der Landwirtschaft (0,4 Prozentpunkte) zurück. Hingegen wuchs er unter anderem im Handel, Verkehr, in der Beherbergung und Gastronomie (jeweils plus 0,2 Prozentpunkte).

Ein Kapitel des Berichts lässt aufhorchen: jener zur illegalen Beschäftigung. Diese nahm deutlich zu.

Mehr irreguläre Beschäftigung

Die nicht reguläre Arbeit umfasst sowohl nicht gemeldete, aber legale Tätigkeiten, als auch illegale Tätigkeiten. Die Zahl der sogenannten „Vollzeitarbeitsäquivalente“ in irregulären Beschäftigungsverhältnissen wuchs auf rund 3,1 Millionen (bei 23,8 Millionen Beschäftigten in Italien im selben Jahr). Gegenüber 2022 stieg die Zahl um 4,9 Prozent. Das sind rund 145.000 irreguläre Stellen zusätzlich. In den Jahren zuvor war die irreguläre Beschäftigung hingegen größtenteils stabil geblieben. Die Schattenwirtschaft zog aus der irregulären Arbeit Wertschöpfung in Höhe von 77,2 Milliarden Euro.

Die Zahl der Vollzeitarbeitsäquivalente in irregulären Beschäftigungsverhältnissen wuchs auf rund 3,1 Millionen.

Der Anteil der nicht regulären Arbeitsverhältnisse an der Gesamtzahl der Arbeitsstellen stieg damit von 12,5 Prozent auf 12,7 Prozent. Die Irregularitätsquote ist bei den Arbeitnehmenden etwas höher (12,9 Prozent) als bei den Selbstständigen (12,2 Prozent). Bei beiden nahm die irreguläre Beschäftigung zu: plus 4,9 Prozent bei den Angestellten und plus 4,8 Prozent bei den Selbstständigen. In absoluten Zahlen gab es unter den abhängig Beschäftigten fast 2,3 Millionen irreguläre Stellen, bei den Selbstständigen etwa 800.000.

Irreguläre Arbeitsverhältnisse sind nicht in allen Branchen gleich verbreitet. Am größten ist die Quote in der Kategorie der „sonstigen personenbezogenen Dienstleistungen“. Sie umfasst Hausarbeit, Pflege und gelegentliche Tätigkeiten. Die Quote erreichte hier rund 40,5 Prozent.

Die gute Nachricht

Dem italienischen Staat – und damit am Ende der Gesellschaft – entgehen aufgrund von Nicht- oder Teildeklaration von Beträgen, Schwarzarbeit usw. jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe. Für das Jahr 2021 (neuere Daten existieren noch nicht) schätzte das Wirtschafts- und Finanzministerium den sogenannten „Tax Gap“ auf 82,4 Milliarden Euro, bei 496 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Damit ist die Differenz zwischen dem theoretischen Steueraufkommen und dem tatsächlich erzielten Steueraufkommen gemeint.

Die gute Nachricht: Der Tax Gap wird kleiner. 2015 betrug die Lücke noch 109,4 Milliarden, 2021 hingegen 82,4 Milliarden. Verbesserter Datenaustausch zwischen Behörden, verstärkte Kontrollen und andere Maßnahmen scheinen Wirkung zu zeigen. Doch der Kampf gegen die Steuerhinterziehung ist in Italien, wo sie oft als Bagatelldelikt gilt, noch lange nicht gewonnen.

Dieser Artikel ist in der gedruckten SWZ mit folgendem Titel erschienen: Quittung? Nein, danke

Schlagwörter: 42-25free

Info

Das Unsichtbare messen

In den Wirtschaftswissenschaften wird die Schattenwirtschaft als „non observed economy“ (NOE) bezeichnet. Dazu zählen falsch deklarierte Umsätze, Schwarzarbeit und nicht gemeldete Mieteinnahmen ebenso wie illegale Tätigkeiten wie Drogenhandel oder Prostitution. Um diese unsichtbare Wirtschaft zu messen, kommen laut Angaben des Statistikinstituts Istat verschiedene Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören ökonometrische Modelle, die prüfen, ob sich das Verhalten eines Unternehmens – unter Berücksichtigung seiner Größe und des jeweiligen Sektors – innerhalb einer erwarteten Bandbreite bewegt. Außerdem werden Verwaltungsdaten mit Erhebungsdaten abgeglichen, um etwa den tatsächlichen Arbeitsaufwand zu schätzen. Ein weiterer Ansatz ist der Vergleich von Löhnen: Die Entlohnung von Angestellten wird mit der von Freiberuflerinnen und Freiberuflern für vergleichbare Tätigkeiten verglichen, um Unstimmigkeiten wie ungewöhnlich niedrige Wertschöpfung bei sehr kleinen Betrieben aufzudecken. Für Schätzungen zu illegalen Aktivitäten wie Drogenhandel arbeitet Istat zudem mit Strafverfolgungsbehörden und anderen Institutionen zusammen.

Ausgabe 42-25, Seite 15

Silvia Santandrea

Silvia Santandrea

Die Eppanerin hat in Innsbruck Politikwissenschaft und Sprachwissenschaft studiert und hat nach mehreren Praktika bei Südtiroler Printmedien sowie in Radio- und TV-Redaktionen ihren Weg in die SWZ gefunden. Herausforderungen liebt sie – im Job und auch am Berg.

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