Mailand – Diesel im Süden, Elektroautos im Zentrum, Hybrid im Norden: Der italienische Gebrauchtwagenmarkt wächst – aber nicht überall aus denselben Gründen. Eine neue Umfrage von IPSOS Doxa für Subito zeigt, wie unterschiedlich Italien beim Autokauf tickt.
Jede bzw. jeder fünfte Italiener hat in den vergangenen drei Jahren ein gebrauchtes Auto gekauft. Weitere 15 Prozent erwägen laut Umfrage konkret, in den kommenden Monaten eines zu kaufen. Damit bestätigt die Erhebung einen Trend, der auch in den Marktdaten sichtbar ist: Der Gebrauchtwagenmarkt ist in Italien längst größer als der Neuwagenmarkt. Laut UNRAE wurden 2025 in Italien 2,1 gebrauchte Autos pro neu zugelassenem Pkw gekauft. Die jüngsten ACI-Zahlen zeigen zudem: Auch im Mai 2026 kamen auf 100 Neuwagen 151 Gebrauchtwagen; in den ersten fünf Monaten des Jahres lag das Verhältnis sogar bei 173 zu 100.
Ein Land, viele Motive
Diesel im Süden, Elektroautos im Zentrum, Hybrid im Norden: Der italienische Gebrauchtwagenmarkt wächst – aber nicht überall aus denselben Gründen. Eine neue Umfrage von IPSOS Doxa für Subito zeigt, wie unterschiedlich Italien beim Autokauf tickt.
Jede bzw. jeder fünfte Italiener hat in den vergangenen drei Jahren ein gebrauchtes Auto gekauft. Weitere 15 Prozent erwägen konkret, in den kommenden Monaten eines zu kaufen. Das passt zu einem Markt, der dem Neuwagengeschäft längst davongefahren ist: Laut UNRAE wurden 2025 in Italien 2,1 gebrauchte Autos pro neu zugelassenem Pkw gekauft. Die jüngsten ACI-Zahlen zeigen zudem: Auch im Mai 2026 kamen auf 100 Neuwagen 151 Gebrauchtwagen; in den ersten fünf Monaten des Jahres lag das Verhältnis sogar bei 173 zu 100.
Ein Land, viele Autos
Gebraucht ist in Italien nicht überall gleich gebraucht. Im Süden und auf den Inseln ist das Auto stärker familiär und pragmatisch geprägt. Dort haben 24 Prozent in den vergangenen drei Jahren ein gebrauchtes Auto gekauft, überdurchschnittlich oft auch für Fahranfängerinnen und Fahranfänger. Diesel bleibt mit 38,3 Prozent besonders stark.
Im Nordwesten dagegen ist der Gebrauchtwagenkauf stärker budgetgetrieben. Nur 17 Prozent haben zuletzt ein gebrauchtes Auto gekauft, doch wer kauft, entscheidet sehr rational. Der Preis ist dort das zentrale Argument; Full-Hybrid-Modelle gewinnen an Bedeutung, weil sie als Brücke zwischen klassischem Verbrenner und neuer Mobilität wahrgenommen werden.
Zwischen App, Autohaus und Umweltzone
Der Nordosten zeigt sich am digitalsten: Dort wird stärker über Online-Plattformen gesucht, verglichen und abgewogen. Nicht nur der niedrige Preis zählt, sondern das Verhältnis von Qualität, Ausstattung und Kosten. Im Zentrum wiederum wirken Stadtpolitik und Umweltregeln besonders stark. ZTL, Fahrbeschränkungen und lokale Vorschriften machen Elektroautos attraktiver; reine E-Autos erreichen dort in der Umfrage 19,2 Prozent der Präferenzen.
Der Gebrauchtwagenmarkt wächst damit nicht einfach als günstige Alternative zum Neuwagen. Er wird zur rationalen Wahl für Familien, zur Budgetentscheidung, zum digitalen Vergleichsprodukt – und in den Städten zunehmend auch zur Antwort auf neue Mobilitätsregeln.
Die Umfrage wurde von IPSOS Doxa im Auftrag von Subito erstellt; die Marktdaten von UNRAE und ACI setzen die Ergebnisse in den größeren Zusammenhang. Gemeinsam erzählen sie dieselbe Geschichte: Second Hand ist in Italien keine zweite Wahl mehr. Es ist ein eigener Markt – groß, regional verschieden und immer bewusster.

















