Bruneck – Im Südtiroler Automotive-Sektor, der von der europäischen Autokrise geprägt ist, gibt es in diesen Jahren laufend neue Entwicklungen. Am Montag hat Intercable Automotive Solutions bekannt gegeben, sich umzubenennen. Und zwar in „Aptiv High-Voltage Technologies“.
Zur Erinnerung: Ende 2022 wurde das Brunecker Unternehmen von der Familie Mutschlechner zu 85 Prozent an den US-Konzern Aptiv verkauft. Intercable Automotive Solutions umfasste damals einen wesentlichen Teil der Automotive-Sparte innerhalb der Intercable-Gruppe. Konkret stellt das Unternehmen elektrische Verbindungssysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge her (Stromschienen und Sicherungsboxen).
Mit der Umbenennung in „Aptiv High-Voltage Technologies“ stelle man nun die Weichen für die nächste Wachstumsphase, heißt es vom Unternehmen. Die neue Positionierung eröffne neue Märkte, stärke die eigenständige Identität des Unternehmens und auch den Standort Bruneck.
Der Name Aptiv, so ist aus der Pressemitteilung herauszulesen, sei global bekannter, sodass man davon profitieren wolle.
Expansion in neue Branchen
Das Unternehmen kündigt in diesem Zusammenhang an, neben Automotive neue Geschäftsfelder rund um Hochvolt-Technologien zu erschließen. Als Aptiv High-Voltage Technologies wolle man „neue Produkte, Technologien und Anwendungen außerhalb des klassischen Automotive-Bereichs entwickeln“. Intercable Automotive Solutions werde jedoch als Untermarke weiterhin für das Automotive-Geschäft genutzt.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Umbenennung sei es, eine klare Identität im Markt und bei den Mitarbeitenden zu schaffen: „Die neue Markenarchitektur schafft eine klare Abgrenzung zur Intercable-Gruppe der Familie Mutschlechner und sorgt dadurch für mehr Klarheit bei Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden und auch potenziellen neuen Mitarbeitern“, erklärt das Unternehmen.
Hannes Prenn, CEO und Präsident, sagt: „Wir wollen die Stärke beider Marken miteinander verbinden.“
Bruneck soll Hauptstandort bleiben
Bruneck bleibe weiterhin das globale Technologiezentrum des Unternehmens, wird in der Pressemitteilung betont. „Von dort aus werden auch künftig Innovationen, Produktentwicklungen und internationale Wachstumsinitiativen vorangetrieben.“ Diese Rolle sei in den vergangenen Jahren durch die internationale Expansion nach China, Mexiko und in die USA zusätzlich gestärkt worden.


















