Immer informiert bleiben

Den SWZ-Newsletter abonnieren

  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • Podcast
  • Archiv
  • E-Paper
  • SWZ-Club
Samstag, 13.Dezember 2025
  • Anmelden
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
%title
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
SWZ
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse

In deutscher Hand

Satte 900.000 Euro lassen sich das Land und das Passeiertal das elftägige Trainingslager der deutschen Fußballnationalmannschaft kosten – 80.000 Euro pro Tag. Es ist dies viel Geld, aber gut angelegtes Geld, sagen die Passeirer und der Landeshauptmann. Aus Girlan kommt Zustimmung.

Christian Pfeifer von Christian Pfeifer
16. Mai 2014
in Südtirol
Lesezeit: 5 mins read

Passeier/Girlan/Bozen – Im Passeiertal läuft der Countdown unerbittlich. Am kommenden Mittwoch treffen im traumhaft gelegenen Fünfsternehaus Andreus prominente Gäste ein, die sich zehn Tage lang rundum wohlfühlen sollen, obwohl sie eigentlich zum Arbeiten kommen. Die deutsche Fußballnationalmannschaft bereitet sich zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren in Südtirol auf die anstehende Weltmeisterschaft vor. Vor vier Jahren logierten die Stars im Luxushotel Weinegg in Girlan und wurden daraufhin gute WM-Dritte. Diesmal steigt der rund 70-köpfige Tross des Deutschen Fußballbundes (DFB) – 26 Fußballer und etwa 45 Betreuer – im Andreus ab, um in Ruhe und weitgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit den Grundstein für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft in Brasilien zu schaffen. Dort möchten die Deutschen bestenfalls Weltmeister werden, denn der vorerst letzte WM-Titel liegt schon 24 Jahre zurück. Detail am Rande: Als Beckenbauer & Co. damals, 1990, Weltmeister wurden, hatten sie sich zuvor ebenfalls in Südtirol vorbereitet, und zwar im Hotel Seeleiten in Kaltern.

Natürlich ist es für Südtirol und noch mehr für die Passeirer etwas Besonderes, von einer der führenden Fußballnationen der Welt als bestmöglicher Vorbereitungsort auserkoren zu werden. Aber haben Südtirol und das Passeiertal etwas davon, oder geht es rein um die Ehre? Lohnt sich der finanzielle und organisatorische Aufwand? Der ist nämlich beträchtlich. Ulrich Königsrainer, Präsident des Tourismusvereins Passeiertal und Mitglied des Organisationsteams, geht davon aus, dass sich die Kosten letztendlich um die 900.000 Euro bewegen werden, 250.000 Euro mehr als vor vier Jahren in Girlan. 366.000 Euro steuert das Land bei, das war auch in Girlan so. Den Rest schultern die Gemeinden St. Leonhard, St. Martin, Riffian und Kuens sowie der Tourismusverein. Allein die Verlegung des gewünschten Rasens auf dem Fußballplatz in St. Martin hat laut Königsrainer rund 120.000 Euro gekostet. Auf Wunsch des DFB musste darüber hinaus ein fünf Meter hoher Sichtschutz errichtet werden, weil das Team beim Ausprobieren taktischer Spielzüge keine neugierigen Augen dabeihaben will. Ein Teil der 900.000 Euro floss auch in die Adaptierung des Sportplatzes St. Leonhard, wo zeitgleich die Unter-20-Nationalmannschaft trainieren wird (untergebracht im Quellenhof), während die „Großen“ in St. Martin trainieren. Ein Teil der 900.000 Euro wurde folglich in die Aufwertung der Sportanlagen investiert, die langfristig auch den Passeirern zugutekommt. Ein beträchtlicher Teil schließlich fließt ins Hotel Andreus, denn elf Tage für etwa 70 Personen in einem Fünfsternehaus kosten eine Stange Geld.

%title

Also ein Geschäft fürs Andreus? Hotelierin Helga Fink kann nur lachen, wenn sie darauf angesprochen wird. Wenn etwa 70 Personen ein 80-Zimmer-Haus exklusiv für sich beanspruchen, dann müssen vielmehr Umsatzeinbußen hingenommen werden, sagt Fink. Die Inhaberfamilie Fink hat ausgerechnet, dass am Ende „mindestens 150.000 Euro“ an Zimmer-, Getränke- und Spa-Umsatz fehlen werden, verglichen mit demselben Zeitraum des Vorjahres. Erschwerend kommt hinzu, dass der Anreisetag (Mittwoch) und der Abreisetag (Samstag vor einem verlängerten Wochenende) alles andere als ideal für das Hotel sind. „Aber das ist es wert“, betont Fink.

Das ist es wert. Dieser Satz wird im Passeiertal derzeit gebetsmühlenartig wiederholt. Und wenn ihn die Verantwortlichen im Passeiertal von sich geben, dann entsteht der Eindruck, dass sie ihn nicht nur so dahersagen, sondern überzeugt davon sind. „Das DFB-Trainingslager birgt für uns einen unschätzbaren Werbeeffekt, und den eigentlichen Nutzen werden wir erst im Nachhinein feststellen“, ist Ulrich Königsrainer überzeugt. Helga Fink stimmt zu: „Wir erwarten uns einen großen Werbeeffekt und spüren diesen bereits jetzt, obwohl der DFB noch gar nicht da ist.“ Das Andreus habe in den vergangenen Wochen enorm an Bekanntheit gewonnen, sowohl in Südtirol als auch in Deutschland. Gerade für ein Hotel wie das Andreus, das erst fünf Jahr jung ist, sei die Aufmerksamkeit durch das DFB-Trainingslager ein ungeheurer Glücksfall, schwärmt Fink. Als bild.de vor wenigen Tagen über das Andreus berichtete („Hier macht Jogi seine Stars fit für die WM“), habe das Telefon nicht mehr stillgestanden, staunt Helga Fink. Auch mehrere Fernsehanstalten hätten bereits im Andreus gefilmt. Und die eigenen Stammgäste seien ebenfalls stolz: „Wir wohnen wie die Stars.“

Bei alledem weiß Helga Fink, dass dem Andreus, dem Passeiertal und überhaupt Südtirol keine bessere Nationalmannschaft passieren könnte als die Deutschen. Deutschland ist traditionell Südtirols wichtigster Tourismusmarkt, für Passeier mit 70 Prozent Deutschenanteil gilt das noch mehr. Da lohnt sich mediale Aufmerksamkeit. Und da macht es auch nichts, dass der kurzfristige Direktnutzen durch Übernachtungen von mitgereisten Fans minimal ist, weil das Hotel und das Trainingsgelände hermetisch abgeriegelt sind. Einen direkten touristischen Umsatz generieren fast nur die etwa 150 Journalisten, die im Schlepptau des DFB ins Passeiertal kommen, selbstverständlich auf eigene Kosten. Viel bedeutender ist aber der Werbewert. „Bild hat sich mit 15 Journalisten angekündigt. Die ARD sendet allmorgendlich ein paar Minuten aus dem Passeiertal und am 25. Mai die ARD-Sportschau live vom Golfplatz. Das ist unbezahlbar“, nennt Königsrainer zwei Beispiele. Übrigens: Damit die anwesenden Journalisten Südtirol kennen- und liebenlernen, hat der Tourismusverein gemeinsam mit Südtirol Marketing (SMG) und Meran Marketing (MGM) geschickt ein Rahmenprogramm geschnürt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher ist ebenfalls überzeugt, dass das Geld in Passeier gut angelegt ist: „Ich habe bei einer Pressekonferenz in Stuttgart selbst erlebt, wie Journalisten nicht nur Fragen zur Nationalmannschaft gestellt haben, sondern gezielt auch zu Südtirol. Und ich habe erlebt, wie Manager Oliver Bierhoff auf die Frage, warum die Wahl auf Südtirol gefallen sei, sinngemäß geantwortet hat: ‚In Südtirol findet man die notwendige Ruhe – für unsere Vorbereitung genauso wie für einen Urlaub.‘ Das ist unbezahlbare Mundwerbung.“ Auf der DFB-Homepage wird Bierhoff mit den Worten zitiert: „Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen ist außerordentlich, in Südtirol haben wir uns immer wahnsinnig wohl gefühlt.“

Den Passeirern geht es in erster Linie um die Steigerung von Bekanntheitsgrad und Sympathiewert, weniger um die kurzfristige Wertschöpfung. Genauso war es vor vier Jahren in Girlan. Und was sagt man heute dort? Ja, er würde sich auch ein zweites Mal um eine Beherbergung der deutschen Nationalmannschaft bewerben, erklärt Bruno Moser vom Hotel Weinegg in Girlan. Ein solches Trainingslager bringe nicht nur für das Hotel, sondern für ganz Südtirol einen nachhaltigen Werbeeffekt. Wilfried Albenberger, vor vier Jahren Mitglied des Organisationsteams, bestätigt: „Es war ein Erfolg für uns.“ Und mit der damaligen Erfahrung im Gepäck sei eine neuerliche Bewerbung in Zukunft nicht ausgeschlossen.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) der Handelskammer errechnete vor vier Jahren einen Werbeäquivalenzwert von bis zu 11,2 Millionen Euro, und das bei einem Mitteleinsatz von 660.000 Euro. Fazit des WIFO in der Studie: „Die direkten und indirekten Effekte des WM-Trainingslagers der deutschen Nationalmannschaft in Girlan übersteigen aufgrund der unerwartet großen Medienresonanz selbst bei einer äußerst vorsichtigen Betrachtung die Kosten bei Weitem.“ Es seien „erhebliche Langzeitwirkungen“ zu erwarten.

Also werden das Andreus und das Passeiertal alles dafür tun, dass die Deutschen Anfang Juni zufrieden nach Brasilien abreisen. Nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch müssen sie einiges dafür tun, und seien es Details wie die Verfügbarkeit von genügend Eiswürfeln für die Regeneration der müden Fußballerbeine, die Absprache mit den DFB-Ernährungsexperten bei der Menügestaltung und die Personalaufstockung in der Hotelwäscherei. Auch werden die Hotelmitarbeiter schweigen wie ein Grab, wenn sie von Journalisten gefragt werden, was die Stars im Hotel so tun. Zu diesem Zweck musste das Hotel sogar eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen.

Schlagwörter: 19-14freenomedia

Ausgabe 19-14, Seite 3

Christian Pfeifer

Christian Pfeifer

Erste journalistische Gehversuche bei der Tageszeitung "Alto Adige", seit 1995 bei der SWZ, seit 2015 deren Chefredakteur. Moderiert nebenberuflich das Wirtschaftsmagazin Trend im Fernsehen von Rai Südtirol. Findet Ausgleich bei seiner Familie und beim Sport, vorwiegend bei Tennis, Ski und Langlauf.

Verwandte Artikel

Südtirols doppeltes Geschäft
Südtirol

Südtirols doppeltes Geschäft

12. Dezember 2025
Kommentar: Die Politikergehälter und die falsche Scham
Meinung

Kommentar: Die Politikergehälter und die falsche Scham

12. Dezember 2025
Südtirol

Die Heimkehr eines Sterns

12. Dezember 2025
Südtirol

Stirbt das Internet?

12. Dezember 2025
Südtirol

Ein Christbaum auf Reisen

12. Dezember 2025
Gallmetzer und Zeppelin: Die Börsen-Neulinge
Südtirol

Gallmetzer und Zeppelin: Die Börsen-Neulinge

12. Dezember 2025
Alperia kauft Photovoltaik-Park im Piemont

Alperia kauft Photovoltaik-Park im Piemont

12. Dezember 2025

Wirtschaftsförderungen sollen an faire Löhne gekoppelt werden

12. Dezember 2025
Das Konsumklima in Südtirol verschlechtert sich

Weihnachtsgeschäft in Südtirol: Die Zwischenbilanz

12. Dezember 2025
Südtirols doppeltes Geschäft

Südtirols doppeltes Geschäft

12. Dezember 2025
Kommentar: Die Politikergehälter und die falsche Scham

Kommentar: Die Politikergehälter und die falsche Scham

12. Dezember 2025

Die Heimkehr eines Sterns

12. Dezember 2025
Jetzt bei Google Play
SWZ Logo Weiss

Wochenblatt für Wirtschaft und Politik.

Follow Us

Innsbrucker Straße 23
39100 Bozen
Italien

info@swz.it
(+39) 0471 973 341

  • Impressum
  • Privacy
  • Cookies

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung

Willkommen zurück

Hinweis! Bitte geben Sie Ihre Abonummer ohne vorgestellte Null ein (zB 14 statt 0014)

Passwort vergessen?

Passwort erhalten

Bitte E-Mail und Passwort eingeben um Passwort zurückzusetzen

Anmelden

Diese Website verwendet Cookies während Sie durch die Website navigieren, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Für die Funktionalität der Website verwenden wir technische Cookies und für anonyme Statistiken Marketing Cookies. Durch das Klicken auf Akzeptieren, stimmen sie automatisch den Marketing Cookies zu, außer sie haben diese deaktiviert.

mehr anzeigen
Technische Cookies immer aktiviert
Marketing Cookies
  • Google Analytics
  • Facebook Pixel
  • LinkedIn
  • Google Tag Manager
  • Hotjar
alle akzeptieren akzeptieren
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Login
  • Home
  • Aktuelle Ausgabe
  • News
  • Südtirol
  • Menschen & Unternehmen
  • Meinung
  • Steuern & Recht
  • Italien
  • International
  • Unternehmensführung
  • Gesellschaft
  • Technologie
  • Geld
  • Wissen
  • Jung & Hungrig
  • Start-ups
  • Bildung
  • Mobilität
  • Fokus
  • English
  • Reisen
  • Empfehlenswert
  • Suche
  • Podcast
  • SWZ-Club
  • Archiv
  • Ausgaben
  • Stellenmarkt
  • Abo
  • Werben
  • Über uns
  • Team
  • SWZ App
  • E-Paper

© 2025 SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung