Brixen – Andrè Wiersig hat es als einer von nur 51 Menschen geschafft, die sieben gefährlichsten Meerengen der Welt zu durchschwimmen, die „Ocean’s Seven“. Im vergangenen Winter bewältigte er auf den Seychellen als erster Mensch überhaupt die knapp 50 Kilometer zwischen den Inseln Mahè und La Digue: 13 Stunden Dauerschwimmen in einem Meer, das berüchtigt ist für Quallen und Haie.
Wie er die Schmerzen nach dem Stich von giftigen Quallen aushält, warum es bei der Begegnung mit Haien auf Augenkontakt ankommt, welche unerwarteten Herausforderungen beim stundenlangen Kraulen ohne Neoprenanzug im kalten Wasser zu bewältigen sind und was wir aus alledem für unser (Berufs-)Leben lernen können, das erzählte Wiersig beim diesjährigen SWZ-Summit in Brixen in einem mitreißenden Vortrag.
Knapp 400 Gäste durfte SWZ-Präsident Franz Staffler begrüßen. Sie waren der Einladung der SWZ in die Firma Progress gefolgt, die zu diesem Anlass auch ihre Türen für Interessierte öffnete und Führungen organisierte.
Der SWZ-Club
Der SWZ-Summit war die dritte und letzte SWZ-Clubveranstaltung in diesem Jahr. Zur Erinnerung: Unter dem Dach des SWZ-Clubs werden an wechselnden Orten ausgewählte Veranstaltungen organisiert, die exklusiv den SWZ-Jahresabonnentinnen und -Jahresabonnenten vorbehalten sind. Dabei wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Zum einen können in lockerer Atmosphäre – und bei Speis und Trank – gute Gespräche geführt werden, zum anderen liefern Bühnengäste wertvolle Impulse.
Auch 2027 wird es mehrere Clubveranstaltungen geben. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Zukunftseuphorie statt Resignation
Der Ozean lehrt Demut, sagt Andrè Wiersig – eine Demut, von der viele Menschen mehr bräuchten, auch im Arbeits- und Führungsalltag. Zugleich zeigt er mit seinen Schwimmabenteuern, dass sich Durchhaltevermögen lohnt, genauso wie das Ruhebewahren in schwierigen Situationen. Und: Eine Führungskraft kann immer nur so gut sein, wie das Team drumherum, ob es ihr passt oder nicht, sagte er im Bühnengespräch mit SWZ-Chefredakteur Christian Pfeifer. Ohne sein Team gäbe es den Extremsportler Andrè Wiersig nicht, weiß er.
Mit seinen Abenteuern will Wiersig „Zukunftseuphorie in einer Zeit der multiplen Krisen“ transportieren. Er plädiert dafür, Chancen zu erkennen statt Hindernisse zu sehen, Freude am Kommenden zuzulassen, anstatt alles schlechtzureden.
Auch will er für die Schutzbedürftigkeit der Ozeane sensibilisieren. Am schlimmsten verletzt habe ihn im Meer nicht ein Hai oder eine Qualle, sondern eine Europalette, mit der er im Dunkel der Nacht kollidiert sei. Wiersig ist Ozean-Botschafter der UNO und hat die Stiftung „The Blue Heart“ gegründet.
Über Andrè Wiersig, den „Man of the Ocean“, hat das ZDF im vergangenen Jahr eine dreiteilige Doku gedreht.
INFOS zum SWZ-Club unter swz.it/swz-club.
Fotos: LIVE-STYLE Agency
























































































