München – Wirtschaftsfachleute erwarten in den kommenden Jahren weltweit hohe Anstiege der Immobilienpreise. Das geht aus dem Economic Experts Survey (EES) hervor, den das ifo Institut und das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik vierteljährlich durchführen. Demnach werden die Preise weltweit für Immobilien in den nächsten zehn Jahren im Mittel jährlich um neun Prozent ansteigen.
Die am häufigsten genannten Preistreiber:
- Erhöhte Nachfrage durch einen gestiegenen Lebensstandard und höhere Einkommen, aber auch der Wunsch nach mehr Wohnfläche und das Bevölkerungswachstum (37 Prozent der 1.405 befragten Expertinnen und Experten aus 133 Ländern)
- Angebotsfaktoren wie begrenzte Produktionskapazitäten, höhere Preise für Baumaterialien und ein Mangel an Baugrund (27 Prozent)
- Geldpolitik, die Inflation und die Regierungspolitik (12 Prozent)
Starke Unterschiede in den Erwartungen zeigen sich insbesondere in Europa. Während in West- und in geringerem Maße in Nordeuropa moderate Anstiege im Preisniveau von Immobilien erwartet werden (6,4 bzw. 9,9 Prozent), sind die Erwartungen an das jährliche Wachstum in Süd- und Osteuropa fast dreimal so groß (18,4 bzw. 14,9 Prozent).
Während das Wachstum in südeuropäischen Ländern wie Italien und Spanien unterdurchschnittlich ausfallen dürfte, treiben hier vor allem Malta, Serbien und Albanien die Durchschnittswerte.

















