Bozen – Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bemühen sich viele Unternehmen, qualifizierte Mitarbeitende um jeden Preis an sich zu binden oder ihre Kompetenzen durch gezielte Weiterbildung zu fördern. „Dabei wird jedoch mitunter übersehen, dass auch im eigenen Haus oft noch ungenutztes Potenzial schlummert“, stellt das Arbeitsförderungsinstitut Afi fest.
Zu diesem Schluss kommt das Afi auf Grundlage einer Umfrage, die es unter Südtirols Arbeitnehmenden durchgeführt hat. Demnach sind 35 Prozent der Beschäftigten überzeugt, sie könnten anspruchsvollere Aufgaben übernehmen als jene, die sie derzeit ausüben. Der Anteil steigt seit der ersten Befragung im Jahr 2022 kontinuierlich.
„Neben der Personalrekrutierung sollte daher auch die Förderung interner Talente stärker in den Fokus rücken“, sagt Afi-Präsident Stefano Mellarini.
Hervorzuheben sind die Arbeitnehmer:innen im öffentlichen Dienst: Dort glauben sogar 43 Prozent, dass sie qualifiziertere Aufgaben übernehmen könnten. Hohe Werte verzeichnen auch das Verarbeitende Gewerbe mit 42 Prozent und das Gastgewerbe mit 40 Prozent.
Der Vollständigkeit halber: 56 Prozent der Befragten schätzen ihre Qualifikation als genau passend für ihre aktuelle Tätigkeit ein. Etwas mehr als neun Prozent halten sich hingegen für weniger qualifiziert, als ihre Arbeit eigentlich erfordern würde.
















