Bozen – Der Deal wurde bereits im vergangenen Jahr beschlossen, nun ist er endgültig besiegelt. Leonardo hat die Marken Iveco Defence Vehicles (IDV) und Astra für 1,6 Milliarden Euro von der Iveco-Gruppe übernommen. Leonardo finanziert die Transaktion aus liquiden Mitteln, heißt es in einer Mitteilung.
Der italienische Rüstungsgigant, der weltweit zu den Branchenführern zählt und in Italien die unangefochtene Nummer eins ist, konsolidiert mit der Übernahme seine Position. „Die Übernahme stärkt uns als Referenzakteur im Bereich der Landverteidigung und macht uns in einem Marktsegment mit signifikanten Wachstumsperspektiven für die Zukunft noch wettbewerbsfähiger“, kommentiert Generaldirektor Roberto Cingolani.
Die IDV in Bozen
Die Verteidigungssparte der Iveco-Gruppe (IDV und Astra), die jetzt an Leonardo übergegangen ist, hat 2025 einen Jahresumsatz von knapp 1,4 Milliarden Euro erzielt, beschäftigt rund 2.000 Mitarbeitende und verfügt über sechs Produktionsstätten in Italien, Deutschland, Rumänien und Brasilien.
Die IDV hat ihren Hauptsitz in der Bozner Industriezone. Sie kommt laut SWZ-Rangliste auf einen Jahresumsatz von 881 Millionen Euro (2024, die Bilanz 2025 liegt noch nicht vor). Damit gehört IDV zu den umsatzstärksten Unternehmen mit Sitz in Südtirol. IDV stellt gepanzerte Kampffahrzeuge genauso wie Militär-Logistikfahrzeuge her. Die Auftragsbücher sind voll. Erst vor wenigen Wochen wurde ein Vertrag für die Lieferung von 860 militärischen Lkws an das rumänische Militär unterzeichnet.
Im Gespräch ist, dass ein Teilbereich von IDV nach dieser Übernahme durch Leonardo an Rheinmetall geht und dass IDV somit aufgespalten wird.

















